Kfz-Haftpflichtversicherung vergleichen und sparen

KFZ-Haftpflichtversicherung
Kfz-Haftpflichtversicherung Vergleich

Als einzige private Pflichtversicherung ist die Kfz-Haftpflichtversicherung notwendig, um ein Auto überhaupt zulassen zu können. Diese muss mit Hilfe einer elektronischen Versicherungsbestätigung (eVb-Nummer) nachgewiesen werden, um dem großen Haftungspotential, das mit dem Führen eines Fahrzeuges einhergeht, gerecht zu werden.

Grundsätzliches zu einer Kfz-Haftpflichtversicherung

Grundsätzlich befasst sich die Kfz-Haftpflichtversicherung mit allen Schäden, die durch das Fahren oder den Betrieb eines Autos bei Dritten verursacht werden – und das nach dem Grundsatz der Gefährdungshaftung nach§ 7 Straßenverkehrsgesetz. Die damit einhergehende umgekehrte Beweislast bewirkt, dass der Halter eines Autos, im Gegensatz zum üblich Vorgehen, im Bedarfsfall bei einem gegen ihn gerichteten Schadenersatzanspruch nachweisen muss, dass er bzw. das Fahrzeug nicht Schuld trägt.

Kommt es also zu einem Schaden, muss er diesen unbedingt seiner Kfz-Haftpflichtversicherung melden, auch wenn sich letztendlich herausstellt, dass ihn keine Schuld (und Haftung) trifft. Hier greift aber einer der wichtigsten Aspekte des Versicherungsschutzes, denn die Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert nicht nur Schäden, sie prüft zunächst sehr genau die Umstände des Schadens sowie die Schuldfrage für ihren Versicherten.

Ist sie der Meinung, dass er bzw. das Fahrzeug nicht für den Schaden verantwortlich war, dann wird sie den Schadenersatzanspruch abwehren – und zwar auch vor Gericht (passiver Rechtsschutz).

Versicherungsumfang einer Kfz-Haftpflichtversicherung

Versichert sind zum einen Personenschäden, die bei einem verschuldeten Auto-Unfall verursacht werden können. Es werden bei eindeutiger Haftung für den Unfall die Behandlungs-, Krankenhaus- und Reha-Kosten für die geschädigte Person übernommen, indem die betreffende Krankenkasse nach Behandlung die entstandenen Kosten bei der Kfz-Haftpflichtversicherung beansprucht.

Darüber hinaus sind natürlich Schmerzensgeldzahlungen, Entschädigungen und im Ernstfall auch lebenslange Renten versichert, wenn der Versicherte für den Unfall und den Schaden fahrlässig oder grob fahrlässig verantwortlich war.

Die zum anderen bei einem Auto-Unfall versicherten Sachschäden befassen sich mit der Reparatur oder dem Ersatz durch die schuldhaft, aber nicht vorsätzlich beschädigten Sachen – wie zum Beispiel das gegnerische Auto zum Zeitwert.

Darüber hinaus können Vermögensschäden entstehen, zum Beispiel durch Verdienstausfall. Sie sind ebenfalls in der Kfz-Haftpflichtversicherung mitversichert. Die Deckungssummen sind üblicherweise sehr hoch gewählt (bis unbegrenzt), denn gerade für den Bereich Personenschäden summieren sich die Kosten, sobald beispielsweise eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung eine lebenslange Rente notwendig macht.

Kfz-Haftpflichtversicherung – auch für die Umwelt wichtig

Die hohen Deckungssummen sind aber auch den möglichen Kontaminierungen des Erdreiches oder Grundwassers durch aus dem Auto auslaufenden Treibstoff oder Öl nach einem Unfall geschuldet. Die Entsorgung kontaminierten Erdreiches ist sehr kostenintensiv, aber enorm wichtig für die Umwelt.

Müssen also Ölspuren nach einem Unfall beseitigt werden, wird der Schaden schon sehr teuer. Ist aber bei einem Auto-Unfall Öl zum Beispiel in ein Gewässer geflossen, explodieren auch die Kosten für die Schaden-Beseitigung, da die Folgen nicht sofort erkennbar sind.

Bei der Beitragskalkulation müssen also alle Aspekte berücksichtigt werden, denn die Versicherer übernehmen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung, für die ein grundsätzlicher Kontrahierungszwang besteht, eine enorme Haftung.

Beitragsberechnung in der Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Beiträge richten sich immer nach dem versicherten Auto, der Regionalklasse und dem Schadenfreiheitsrabatt des Versicherungsnehmers. Weitere Kriterien können einige Rabatte, aber auch Zuschläge verursachen, wie zum Beispiel die Berufsgruppe, der der Versicherungsnehmer angehört, die Vereinbarung eines abweichenden Halters oder das Alter des Versicherungsnehmers.

Das Auto wird in sogenannte Hersteller- und Typklassen (HSN: Herstellerschlüsselnummer, TSN: Typschlüsselnummer) eingeordnet, denen Auswertungen zur Schaden- und Unfall-Statistik zugrunde liegen. Die Einstufung in einen persönlichen Schadensfreiheitsrabatt basiert auf der Anzahl der unfallfrei gefahrenen Jahre, so dass bei einem verursachten Schaden genau zu prüfen ist, ob der Versicherungsnehmer diesen nicht selbst übernimmt (Selbstbeteiligung), sobald die Abwicklung durch die Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen ist.

Dieses Recht steht ihm zu, denn wenn bei einem Auto-Unfall nur ein geringer Schaden die Folge ist, könnte die Mehrbelastung durch den zurückgestuften Schadenfreiheitsrabatt höher ausfallen.

Kfz-Haftpflichtversicherung – ein Muss

Die Haftpflichtversicherung für ein Auto ist zu Recht eine Pflichtversicherung, denn beim Halten und Führen eines Fahrzeuges können immense Schäden verursacht werden. Versichert ist ein Dritten zugefügter Schaden, der fahrlässig oder grob fahrlässig verursacht wurde.

Entschädigt wird zum Zeitwert, allerdings ist diese Einschränkung bei Personenschäden so nicht anzuwenden. Hier werden die Kosten für alle Maßnahmen übernommen, die einen Zustand wie vor dem Schaden wiederherstellen bzw. ausgleichen können.

Nicht nur aus diesem Grund ist die Kfz-Haftpflichtversicherung Voraussetzung für das Anmelden und den Betrieb eines Fahrzeuges.