Arbeitsunfähigkeit

Wenn die von einem Arbeitnehmer ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur mit starken Einschränkungen ausgeübt werden kann, spricht man von Arbeitsunfähigkeit. Arbeitsunfähigkeit liegt dann vor, wenn ein Arzt eine Erkrankung bei seinem Patienten feststellt. Arbeitsunfähigkeit ist nicht gleichzusetzen mit einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Bei einer Erkrankung wie etwa einer Grippe stellt der Arzt in der Regel eine Bescheinigung aus, welche eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Hierauf bekommt der Patient Krankengeld, welches über einen gewissen Zeitraum hinweg teils von der Krankenkasse und teils vom Arbeitgeber übernommen wird. Im Unterschied zu einer Berufsunfähigkeit wird bei einer Arbeitsunfähigkeit davon ausgegangen, dass sich der Zustand des Patienten nach einer gewissen Zeit (maximal 6 Wochen) wieder stabilisiert, so dass man dann nicht von einer tatsächlichen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sprechen kann. Das Krankengeld wird vom Arbeitgeber nur für den Zeitraum von sechs Wochen gewährt. Die gesetzlichen Kassen zahlen maximal 78 Wochen lang ein Krankengeld. Ist der Betroffene danach nicht genesen, liegt eine Berufs- oder sogar Erwerbsunfähigkeit vor.