Arbeitsunfähigkeitsversicherung

Berufsunfähig ist, wer seinen erlernten Beruf aus physischen oder psychischen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben kann. Arbeitsunfähigkeit bezieht sich hingegen lediglich auf die temporäre Unfähigkeit, die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit zu verrichten: Wer aufgrund von Krankheit oder nach einem Unfall seiner Arbeit zeitlich begrenzt nicht nachgehen kann, ist arbeitsunfähig. Der Zeitraum, bei dem man von Arbeitsunfähigkeit spricht, beträgt 6 Wochen. Versicherungstechnisch greifen in diesem Fall zunächst die gesetzlich vorgeschriebene Lohnfortzahlung und anschließend das Krankengeld. Da das Krankengeld allerdings maximal % Prozent des letzten Gehalts beträgt, werden von einigen Versicherungen private Arbeitsunfähigkeitsversicherungen angeboten, welche die Differenz zwischen letztem Gehalt und Krankengeld im Falle einer Arbeitsunfähigkeit abdecken sollen. Rentenleistungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung werden nur gewährt, wenn mindestens eine 50 %ige Berufsunfähigkeit vorliegt – bei Arbeitsunfähigkeit leisten Berufsunfähigkeitsversicherungen in der Regel nicht.