Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa 2026 | Kosten im Vergleich | onlinevergleich24.de
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Prepaid-Karte

Prepaid-Kreditkarten und viele moderne Debitkarten gibt es ganz ohne Schufa-Prüfung – weil kein Kredit vergeben wird, spielt die Bonität keine Rolle. Wir vergleichen die tatsächlich verfügbaren Karten mit ihren echten Kosten, erklären die gesetzlichen Grenzen rund um Identifizierung und Anonymität und zeigen, wo Guthabenkarten im Alltag an Grenzen stoßen – etwa bei Mietwagen-Kautionen.
Geschrieben von
Charlotte Ruzanski

Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert auf Guthabenbasis: Sie laden Geld auf und geben nur aus, was auf der Karte ist. Weil die Bank keinen Kredit gewährt, bedarf es keiner Bonitätsprüfung – deshalb sind Prepaid-Karten und viele moderne Debitkarten auch ohne Schufa-Abfrage erhältlich. Ganz ohne Regeln geht es trotzdem nicht: Eine Identitätsprüfung ist gesetzlich Pflicht, anonyme Karten gibt es praktisch nicht mehr, und bei den Gebühren unterscheiden sich die Anbieter erheblich. Hier finden Sie die tatsächlich verfügbaren Karten mit ihren Kosten (Stand: August 2026) – direkt zum Vergleichen:

PayCenter SupremaCard
Jahresgebühr
79 €
Bargeld
5 €
Kein Auslandseinsatzentgelt
Hohes Aufladelimit von 10.000 €
Ohne Schufa-Prüfung
Hohe Jahresgebühr
Keine Versicherungsleistungen inklusive
PayCenter MeineGiroKarte
Jahresgebühr
78 €
Bargeld
5 €
Hohes Aufladelimit von 10.000 Euro
Aufladen gebührenfrei
Pfändungssicher (auf Wunsch P-Konto)
Keine Versicherungsleistungen inklusive
PayCenter JCB CardDuo
Jahresgebühr
107,88 €
Bargeld
5 €
Kostenlose Girocard erhältlich
Pfändungssicher (auf Wunsch P-Konto)
Keine Versicherungsleistungen inklusive
Kein Einsatz in Ländern mit Fremdwährung möglich
Revolut Standard
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
2 %
mind. 1 €
Keine Schufa-Prüfung
Keine Fremdwährungsgebühr
Keine Jahresgebühr
Abhebungen über 200 Euro im Monat gebührenpflichtig
bunq Debit Mastercard
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
2,99 €
Kostenloses Bankkonto ohne monatliche Grundgebühr
Kostenlose digitale Mastercard Debit
Deutsche IBAN bei Kontoeröffnung aus Deutschland
Keine SCHUFA-Prüfung
Englische Website, App und Kontoeröffnung
Unterstützt Apple Pay und Google Pay
Bis zu 3,01 % variable Zinsen über das separate bunq Sparkonto
Keine physische Karte enthalten
Jede Bargeldabhebung kostet 2,99 €
0,5 % Währungsschwankungsaufschlag kann anfallen
Wise Debit Card
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
1,75 %
+ 0,50 €
Keine Jahresgebühr
Multi-Währungs-Konto
Weltweit kostenlos Bezahlen
Keine Schufa-Prüfung
Gebühren für Bargeldabhebungen ab 200 €
Gebühren für Einzahlungen
Trade Republic
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
0 €
Keine Jahresgebühr für alle Kartenvarianten
Weltweit gebührenfrei bezahlen
Weltweit kostenlos Bargeld abheben
Innovative Sparfunktionen (Saveback und Roundup)
Verzinsung des Guthabens auf dem verknüpften Konto
Moderne Verwaltung und Kontrolle über die App
5 € für physische Karte, 50 € für die Spiegelkarte

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

Warum es diese Karten ohne Schufa gibt

Bei einer echten Kreditkarte prüft die Bank vor Vertragsabschluss die Bonität – üblicherweise per Schufa-Abfrage. Bei Guthabenkarten entfällt dieser Grund: Es gibt keinen Kreditrahmen, also auch kein Ausfallrisiko. Anbieter wie PayCenter, Revolut, bunq oder Wise fragen die Schufa daher gar nicht erst an – es entsteht nicht einmal ein Anfrageeintrag.

Auch umgekehrt gilt: Die Nutzung einer Prepaid- oder Debitkarte wird nicht an die Schufa gemeldet – weder als laufender Kartenvertrag noch als Zahlungsverhalten. Für den Schufa-Score sind diese Karten damit neutral.

Die Karten im Überblick: Kosten und Konditionen

Schufafreie Prepaid- und Debitkarten in Deutschland (Stand: August 2026)
Karte Grundkosten Bargeld am Automaten Fremdwährungseinsatz
PayCenter SupremaCard (Prepaid-Mastercard) 79 €/Jahr je Abhebung 0 %
PayCenter MeineGiroKarte (Prepaid-Mastercard mit Konto) 39,90 € Aktivierung + 5,95 € Versand, dann 6,50 €/Monat (Kontofunktion optional +5 €/Monat) je Abhebung 0 %
PayCenter CardDuo (girocard + Onlinekonto) 36 € Aktivierung, dann 8,99 €/Monat je Abhebung 0 %
Revolut Standard (Debit-Mastercard) 0 €/Monat bis 200 € oder 5 Abhebungen/Monat frei, danach 2 % (min. 1 €) werktags bis 1.000 €/Monat ohne Aufschlag, darüber Fair-Use-Gebühr (laut Berichten 0,5–1 %); am Wochenende zusätzlich 1 %
bunq Free (Debit-Mastercard) 0 €/Monat je Abhebung Devisenkurs ohne Aufschlag nur bis 1.000 €/Jahr, darüber 3 %
Wise (Debit-Mastercard, Multiwährungskonto) einmalig 7 € für die Karte bis 250 €/Monat frei, darüber 2,69 % (seit 05/2026) Umrechnung ab 0,47 % je nach Währung

Alle Angaben zzgl. etwaige einmalige Ausgabe- oder Versandgebühren für die physische Karte (anbieterabhängig).

Auffällig: Die klassischen Prepaid-Karten von PayCenter sind mit Jahres- bzw. Monatsgebühren und eine feste Gebühr je Bargeldabhebung sind deutlich höher als bei Debitkarten. Verbraucherportale wie Finanztip empfehlen in ihrem Vergleich „Kreditkarte ohne Schufa“ (2026) daher vorrangig schufafreie Debitkarten – auf den vorderen Plätzen die Trade Republic Visa und die Revolut Standard. Die PayCenter-Karten bleiben eine Option, wenn ein deutscher Anbieter mit klassischem Prepaid-Modell gewünscht wird.

Die früher beliebte VIABUY Prepaid Mastercard wurde übrigens zum 10.08.2024 eingestellt und kann nicht mehr beantragt werden.

Ohne Schufa heißt nicht anonym: die gesetzlichen Regeln

Ein verbreitetes Missverständnis: „Ohne Schufa“ bedeutet nicht „ohne Identitätsprüfung“. Beim Auszahlen von E-Geld müssen Institute ihre Kunden gemäß den Geldwäschevorschriften identifizieren (§ 25i KWG in Verbindung mit § 10 GwG) – in der Praxis per VideoIdent oder PostIdent. Das gilt unabhängig davon, ob eine Schufa-Abfrage erfolgt.

Anonyme Prepaid-Karten sind damit praktisch abgeschafft. Die gesetzliche Ausnahme von der Identifizierungspflicht deckt nur Kleinstinstrumente ab: maximal 150 € Speicher- bzw. Monatsbetrag, nur für Waren und Dienstleistungen, bei Online-Zahlungen maximal 50 € pro Transaktion, Barauszahlung über 50 € ausgeschlossen. Eine vollwertige, anonym nutzbare Kreditkarte lässt sich darauf nicht aufbauen – Angebote, die so etwas versprechen, sollten Sie meiden.

Wo Prepaid- und Debitkarten an Grenzen stoßen

Im Alltag – beim Online-Shopping, beim kontaktlosen Bezahlen, mit Apple Pay und Google Pay – funktionieren die Karten wie echte Kreditkarten. Zwei Einschränkungen sollten Sie kennen:

  • Mietwagen: Die meisten Autovermieter verlangen für die Kaution am Schalter eine vollwertige Kreditkarte mit Kreditrahmen auf den Namen des Hauptfahrers. Prepaid- und Debitkarten werden dafür häufig abgelehnt – Details in unserem Ratgeber Prepaid-Karte und Mietwagen.
  • Hotels: Kautionssperren werden bei Guthabenkarten direkt vom aufgeladenen Guthaben blockiert – das Geld fehlt dann bis zur Freigabe für andere Ausgaben.

Die typischen Kostenfallen

Prepaid heißt nicht automatisch günstig. Achten Sie vor allem auf: Aufladegebühren (je nach Aufladeweg unterschiedlich), feste Abhebegebühren von mehreren Euro je Automatenabhebung, die sich schnell summieren, monatliche Karten- oder Kontoführungsgebühren, Inaktivitätsgebühren bei Nichtnutzung sowie niedrige Auflade- und Abhebelimits. Rechnen Sie mit Ihrem Nutzungsprofil nach – wer regelmäßig Bargeld abhebt, fährt mit einer schufafreien Debitkarte mit Freikontingent meist deutlich günstiger als mit einer klassischen Prepaid-Karte.

Falls Ihre Bonität eine normale Karte zulässt: Auch viele dauerhaft kostenlose Kreditkarten haben niedrige Hürden – ein Blick in den Kreditkarten-Vergleich lohnt sich vor der Entscheidung für Prepaid.

Häufige Fragen zu Prepaid-Karten ohne Schufa

Ist die Beantragung wirklich komplett ohne Schufa?

Bei den hier genannten Anbietern ja: Sie fragen die Schufa weder bei der Beantragung ab, noch melden sie Karte oder Nutzung an die Schufa. Ein Schufa-Eintrag entsteht durch diese Karten nicht.

Bekomme ich eine Prepaid-Karte auch mit negativem Schufa-Eintrag?

Ja – da kein Kredit vergeben wird, spielt die Bonität keine Rolle. Selbst mit laufender Privatinsolvenz ist eine Guthabenkarte in der Regel möglich; zusätzlich besteht ein gesetzlicher Anspruch auf ein Basiskonto, das Banken nicht wegen schlechter Bonität ablehnen dürfen.

Kann ich eine Prepaid-Kreditkarte anonym kaufen?

Praktisch nein. Vollwertige Karten erfordern gesetzlich eine Identitätsprüfung (VideoIdent/PostIdent); anonym sind nur eng begrenzte Kleinstprodukte bis 150 €, bei denen Barauszahlungen über 50 € ausgeschlossen sind. Die Angaben in älteren Ratgebern zu frei erhältlichen anonymen Karten sind überholt.

Wie beantrage ich eine schufafreie Karte?

Direkt online beim Anbieter: Antrag ausfüllen, Identität per Video- oder PostIdent bestätigen, Karte aufladen – fertig. Ein deutsches Girokonto zum Aufladen genügt; ein Kontowechsel ist nicht nötig.

Was ist aus der VIABUY-Karte geworden?

VIABUY wurde zum 10.08.2024 eingestellt; Zahlungen waren schon ab Juni 2024 nicht mehr möglich. Der Herausgeber Dock Financial S.A. ist seit Ende 2024 insolvent – wer noch Guthaben hat, muss seine Forderung im luxemburgischen Insolvenzverfahren anmelden (Informationen bei der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF). Als Ersatz kommen die Karten aus unserer Übersicht infrage.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski Charlotte Ruzanski recherchiert für onlinevergleich24.de detailliert die Konditionen und spezifischen Angebote von Kreditkarten, Geschäftskonten, Mobilfunkverträgen für unterschiedliche Anwender und Unternehmensformen (Freiberufler, GmbH, UG etc.). Ihre...