Kreditkarten Vergleich 2026: Karten & Kosten im Überblick
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Kreditkarte: Weltweit bargeldlos zahlen
Rund 36,7 Millionen Kreditkarten sind in Deutschland im Umlauf – doch Jahresgebühren, Auslandsentgelte und Teilzahlungszinsen unterscheiden sich enorm. Unser großer Kreditkarten-Ratgeber erklärt die vier Kartenarten, die echten Kosten von 0 bis 720 Euro sowie Ihre Rechte bei Missbrauch und Reklamationen – und hilft Ihnen, über unseren Vergleich die Karte zu finden, die zu Ihrem Profil passt: von dauerhaft kostenlos bis Platin.
Geschrieben von
Charlotte Ruzanski
Charlotte RuzanskiCharlotte Ruzanski recherchiert für onlinevergleich24.de detailliert die Konditionen und spezifischen Angebote von Kreditkarten, Geschäftskonten, Mobilfunkverträgen für unterschiedliche Anwender und Unternehmensformen (Freiberufler, GmbH, UG etc.). Ihre...Mehr erfahren
Linktipp
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Rund 36,7 Millionen Kreditkarten sind in Deutschland im Umlauf, und im Einzelhandel entfallen inzwischen fast zwei Drittel des Umsatzes auf Karten (Stand: 2025, Quellen: Deutsche Bundesbank, EHI). Trotzdem ist keine Karte wie die andere: Jahresgebühren reichen von 0 € bis 720 €, Teilzahlungszinsen von rund 15 bis 25 Prozent, und ob Sie im Ausland draufzahlen, entscheidet das Kleingedruckte. Dieser Ratgeber erklärt, wie Kreditkarten funktionieren, welche Kosten wirklich anfallen und welche Karte zu Ihnen passt – im Vergleichsmodus filtern Sie direkt die wichtigsten Karten des deutschen Marktes nach Ihren Kriterien.
Bank Norwegian Kreditkarte
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
24,4 %
Deutschland
Sofortige Verzinsung ab Abhebung: 24,4 % p. a.
Eurozone
Sofortige Verzinsung ab Abhebung: 24,4 % p. a.
Fremdwährung in EWR
Sofortige Verzinsung ab Abhebung: 24,4 % p. a.
Außerhalb EWR / Weltweit
Sofortige Verzinsung ab Abhebung: 24,4 % p. a.
eff. Sollzins
24,4 %
15 € WillkommensbonusUm den Bonus zu erhalten, müssen Sie innerhalb von 45 Tagen nach Kontoeröffnung einen Einkauf mit der Kreditkarte tätigen
Wenn ein monatlicher Geldeingang von 1000 € nicht erreicht wird, fallen 4,90 € Kontoführungsgebühren an. Ausgenommen von dieser Gebühr sind alle unter 28 Jahren.
Bargeld
0 €
Deutschland
0 €
Eurozone
0 €
Fremdwährung in EWR
2,2 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,2 %
Hinweis
Mindestabhebebetrag 50 €. Liegt der auf dem Konto verfügbare Betrag darunter, können auch niedrigere Beträge abgehoben werden.
25 € StartguthabenInnerhalb der ersten 6 Monate nach Kartenerhalt einen Umsatz von mindestens 1.200 €. Bitte beachten Sie die Bedingungen auf der Anbieterseite.
50 € Mindestbetrag für Bargeldabhebungen am Geldautomaten. Ist der verfügbare Betrag niedriger, können auch geringere Beträge ausgezahlt werden. Fremdwährungen sind von diesem Mindestbetrag ausgenommen.
200 € Startguthaben + 15.000 Membership Rewards PunkteNach Belastungen mit Ihrer Business Platinum Hauptkarte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 10.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 200 € auf Ihr Kartenkonto. Zusätzlich bekommen Sie nach Belastungen mit Ihrer Karte von mindestens 15.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb des 4. bis 6. Monats nach Kartenerhalt eine Gutschrift in Höhe von 15.000 Membership Rewards® Punkten auf Ihr Kartenkonto. Die erste Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate und die zweite Gutschrift nach Ablauf der ersten 6 Monate mit der jeweils nächstmöglichen Abrechnung. Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
über 1.000 € jährliches Reise-, Coworkig- & Technologieguthaben
150 € StartguthabenNach Belastungen mit Ihrer Business Gold Karte und den zugehörigen Business Zusatzkarten von mindestens 5.000 € (unter Ausschluss der in Ziffer 3.3 der Teilnahmebedingungen für das Membership Rewards Programm genannten Umsätze und Beiträge) innerhalb der ersten 3 Monate nach Kartenerhalt und einer einwandfreien Kontoführung (u.a. kein Zahlungsverzug) bekommen Sie eine Gutschrift in Höhe von 150 € auf Ihr Kartenkonto. Die Gutschrift erfolgt nach Ablauf der ersten 3 Monate mit der nächstmöglichen Abrechnung.
Anspruch auf die Gutschrift haben nur Antragsteller:innen, die innerhalb der letzten 18 Monate nicht als Hauptkarteninhaber:in einer der beantragten Karte entsprechenden deutschen American Express Karte registriert waren. Die Gutschrift kann nicht ausgezahlt werden, sondern kann nur mit weiteren Kartenbelastungen verrechnet werden.
Bis zum 18. Lebensjahr ist die Karte ohne Grundgebühr
Bargeld
1,95 %
Deutschland
1,95 % (mind. 5,98 €)
Eurozone
1,95 % (mind. 5,98 €)
Fremdwährung in EWR
2,54 % (mind. 5,98 €) Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich Währungsumrechnungsentgelt in Höhe von 0,59 % auf den Euro-Referenzwechselkurs der Europäischen Zentralbank
Außerhalb EWR / Weltweit
3,7 % (mind. 5,98 €) Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich 1,75 % Auslandseinsatzentgelt.
mind. 5,98 €
Kostenlos zwischen 14-18 Jahren
Absolute Kostenkontrolle
Kostenlose bargeldlose Zahlungen in der Euro-Zone
Kein Einkommensnachweis erforderlich
Flexibel aufladen
Kostenfrei nur zwischen 14-18 und in Verbindung mit StartKonto
Kostenlos nur mit Aktivstatus: ab einem monatlichen Geldeingang von 700 € (3 Monate in Folge und dann dauerhaft) oder bis zum Alter von 28 Jahren.Neukunden erhalten in den ersten 3 Monaten den Aktivstatus, wenn sie kein anderes Girokonto bei der DKB haben oder in den vergangenen zwölf Monaten hatten.Ohne Aktivstatus fallen Kontoführungsgebühren von 4,50 € an.
Bargeld
0 €
Deutschland
0 €
Eurozone
0 €
Fremdwährung in EWR
2,2 %
Außerhalb EWR / Weltweit
2,2 %
Hinweis
Der kostenlose Bargeldbezug im In-und Ausland gilt nur für Kunden mit Aktivstatus. Diesen erhält man nur mit einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang von 700 €.Ohne Aktivstatus fallen Gebühren von 2,20 % an.
50 € Mindestbetrag für Bargeldabhebungen am Geldautomaten. Ist der verfügbare Betrag niedriger, können auch geringere Beträge ausgezahlt werden. Fremdwährungen sind von diesem Mindestbetrag ausgenommen.
Eine digitale Mastercard Debit ist bei bunq Free ohne Jahresgebühr enthalten.
Bargeld
2,99 €
Deutschland
2,99 €
Eurozone
2,99 €
Fremdwährung in EWR
2,99 € + 0 % Währungsumrechnung
Außerhalb EWR / Weltweit
2,99 € + 0 % Währungsumrechnung
Hinweis
Bargeldabhebungen kosten jeweils 2,99 € und sind nur an Geldautomaten möglich, die kontaktlose Abhebungen per Apple Pay oder Google Pay unterstützen. Zusätzlich können Gebühren des Geldautomatenbetreibers anfallen.
Kostenloses Bankkonto ohne monatliche Grundgebühr
Kostenlose digitale Mastercard Debit
Deutsche IBAN bei Kontoeröffnung aus Deutschland
Keine SCHUFA-Prüfung
Englische Website, App und Kontoeröffnung
Unterstützt Apple Pay und Google Pay
Bis zu 3,01 % variable Zinsen über das separate bunq Sparkonto
Bei Auswahl der 100 % Rückzahlung per automatisierter monatlicher Lastschrift fallen 2 € Kartennutzungsgebühr pro Monat an.
Bargeld
0 €
Deutschland
0 €
Eurozone
0 €
Fremdwährung in EWR
0 €
Außerhalb EWR / Weltweit
0 €
Hinweis
Mindestbetrag für Bargeldabhebungen: 50 €
eff. Sollzins
21,21 %
30 € StartguthabenVoraussetzung ist die Einwilligung für die Zusendung von Informationen zu Produkten und Dienstleistungen von Barclays. Erhalt des Startguthabens bei einem Umsatz von mindestens 100 € innerhalb der ersten vier Wochen nach Erhalt der Kreditkarte.
2,54 % (mind. 5,98 €) Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich Währungsumrechnungsentgelt in Höhe von 0,59 % auf den Euro-Referenzwechselkurs der Europäischen Zentralbank
Außerhalb EWR / Weltweit
3,7 % (mind. 5,98 €) Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich 1,75 % Auslandseinsatzentgelt.
4 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 3,5 % (mind. 5,95 €) Für „Gratis-Cash“ gelten folgende Voraussetzungen: Sie unterhalten ein Girokonto bei der TARGOBANK mit mindestens 600,00 € Geldeingang in einer Summe pro Monat oder Sie haben ein Guthaben von mindestens 75.000,00 € bei der TARGOBANK.
Für Ihre Kreditkarte muss ein SEPA-Mandat/Zahlungsauftrag von diesem Girokonto bestehen.
Sollzins bei Bargeldverfügungen (Barabhebung, Überweisungen/Geldtransfers, Kauf von Kryptowährungen), 24,69 % p.a. Effektivzins ab Transaktionstag, nominal pro Monat
eff. Sollzins
24,69 %
Vorteile und Rabatte in Hilton-Hotels durch Hilton Gold
Keine Fremdwährungsgebühr
Kostenloses Reiseversicherungspaket
Umfangreiches Bonusprogramm
Hohe Sollzinsen bei Teilrückzahlung und Geldabhebungen
4 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 3,5 % (mind. 5,95 €) Für „Gratis-Cash“ gelten folgende Voraussetzungen: Sie unterhalten ein Girokonto bei der TARGOBANK mit mindestens 600,00 € Geldeingang in einer Summe pro Monat oder Sie haben ein Guthaben von mindestens 75.000,00 € bei der TARGOBANK.
12 kostenlose Abhebungen pro Jahr inklusive, danach: 1,95 % (mind. 5,98 €)
Eurozone
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 1,95 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Fremdwährung in EWR
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 2,54 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich Währungsumrechnungsentgelt in Höhe von 0,59 % auf den Euro-Referenzwechselkurs der Europäischen Zentralbank
Außerhalb EWR / Weltweit
2 kostenlose Abhebungen pro Monat inklusive, danach: 3,7 % (mind. 5,98 €) 25 kostenlose Abhebungen im Ausland pro Jahr pro Karte
Die Abhebegebühr besteht aus 1,95 % Gebühr für die Abhebesumme zuzüglich 1,75 % Auslandseinsatzentgelt.
eff. Sollzins
10,2 %
Jährlich 12 x kostenloser Bargeldbezug in Deutschland
Jährlich 25 x kostenloser Bargeldbezug im Ausland
Kostenlose bargeldlose Zahlungen in der Euro-Zone
Umfassendes Versicherungspaket
Priority Pass
Weltweite Akzeptanz durch Duo aus Mastercard und Visa
Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.
Was ist eine Kreditkarte – und was nur so aussieht?
Der Begriff „Kreditkarte“ wird im Alltag für fast jede Plastikkarte mit Visa- oder Mastercard-Logo verwendet – oft zu Unrecht. Drei Begriffe sollten Sie auseinanderhalten:
girocard: Die frühere „EC-Karte“ heißt seit 2007 offiziell girocard. Sie ist eine deutsche Debitkarte für ein Girokonto – keine Kreditkarte. Ihr Co-Badge Maestro läuft aus: Seit Juli 2023 werden keine neuen Maestro-Karten mehr ausgegeben.
Visa- und Mastercard-Debitkarten: Direktbanken geben statt Girokarten zunehmend Visa- oder Mastercard-Debitkarten aus. Die Gesamtzahl der Debitkarten in Deutschland – Girokarten eingerechnet – stieg von 111 Millionen (2018) auf über 181 Millionen (Ende 2025, Bundesbank); das Wachstum geht vor allem auf internationale Debitkarten zurück. Sie sehen aus wie Kreditkarten, buchen aber jede Zahlung sofort vom Konto ab.
Echte Kreditkarten: Charge- und Revolving-Karten bündeln Umsätze auf Basis eines Kreditrahmens zu einer Monatsabrechnung. Von den rund 36,7 Millionen Kreditkarten in Deutschland bieten knapp 6,8 Millionen eine echte Teilzahlungskreditfunktion; der Rest entfällt auf Charge- und Prepaid-Karten (Bundesbank, Ende 2025).
Der Unterschied ist mehr als Wortklauberei: Bei Hotel- und Mietwagenkautionen, beim Verfügungsrahmen und bei der Kostenstruktur verhalten sich die Kartenarten deutlich unterschiedlich.
Die vier Kartenarten im Überblick
Kartenarten im Vergleich: Abrechnung, Bonitätsprüfung und typische Nutzer
Kartenart
Abrechnung
Schufa-Prüfung
Typisch für
Charge-Karte
Alle Umsätze werden einmal im Monat komplett abgebucht – zinsfrei bei fristgerechtem Ausgleich
Ja
Der Klassiker für Alltag und Beruf
Revolving-Karte
Teilzahlung in Raten möglich – flexibel, aber mit hohen Teilzahlungszinsen
Ja
Nutzer, die Zahlungsziele brauchen und diszipliniert zurückzahlen
Debitkarte
Sofortige Abbuchung vom Girokonto, kein Kreditrahmen
Nur bei Kontoeröffnung
Kunden von Direkt- und Smartphone-Banken
Prepaid-Karte
Auf Guthabenbasis – nur aufgeladenes Geld kann ausgegeben werden
Die Jahresgebühr ist nur der sichtbarste von vier Kostenblöcken – und oft nicht der wichtigste:
Jahresgebühr: Von dauerhaft 0 € bis 720 € pro Jahr bei Premium-Karten wie der American Express Platinum (Stand: August 2026). „Kostenlos“ ist dabei teils an Bedingungen geknüpft – etwa Gebührenfreiheit nur im Startjahr oder erst ab einem bestimmten Jahresumsatz.
Fremdwährungsentgelt: Für Zahlungen in fremder Währung berechnen viele Karten 1,5 bis 2 Prozent Aufschlag, die Spanne reicht von 0 bis rund 3 Prozent. Reise-Karten verzichten oft komplett darauf.
Bargeldgebühren: Üblich sind 1 bis 4 Prozent der Summe (oft mindestens 5 €) oder Pauschalen von 2 bis 5 € je Abhebung; einzelne Karten erlauben weltweit kostenlose Abhebungen. Achtung: Bei manchen Karten laufen ab dem Automaten sofort Sollzinsen.
Teilzahlungszinsen: Der größte Kostenhebel. Wer den offenen Saldo in Raten zahlt, zahlt bei deutschen Kreditkarten typischerweise 15 bis 25 Prozent effektiven Jahreszins – die BaFin warnt in ihrem Bericht „Risiken im Fokus 2026“ ausdrücklich vor Kreditkartenkrediten mit „bis zu 25 Prozent“, während normale Ratenkredite 2025 im Schnitt nur gut 8 Prozent kosteten. Die Konsequenz: Teilzahlungen möglichst vermeiden und die Abrechnung vollständig ausgleichen – dann kosten die meisten Karten im Alltag wenig bis nichts.
Und Guthabenzinsen? Die gibt es auf Kreditkarten heute praktisch nicht mehr – abgesehen von vereinzelten, meist befristeten Sonderaktionen. Wer Guthaben verzinsen will, nutzt dafür Tagesgeld, nicht die Kreditkarte.
Akzeptanz: Wo Sie mit welcher Karte zahlen können
Weltweit ist die Akzeptanz der großen Kartensysteme heute flächendeckend: Visa, Mastercard und American Express zählen jeweils weit über 100 Millionen Akzeptanzstellen rund um den Globus (Visa nennt über 175 Millionen, Stand Mitte 2025; Mastercard rund 150 Millionen, Stand Ende 2024; American Express rund 160 Millionen – die Zählweisen der Systeme sind allerdings nicht direkt vergleichbar). American Express hat seine Akzeptanz auch in Deutschland deutlich ausgebaut, bleibt aber abseits der großen Handelsketten weiterhin seltener einsetzbar als Visa und Mastercard.
Die wichtigere Einschränkung liegt woanders: In Deutschland selbst akzeptieren längst nicht alle Händler Kreditkarten. Laut einer Erhebung der Deutschen Bundesbank (Dezember 2025) nehmen 73 Prozent der befragten Unternehmen die girocard an, aber nur rund die Hälfte Visa- oder Mastercard-Karten. Für den deutschen Alltag ist die Kreditkarte deshalb die Ergänzung zur girocard bzw. Debitkarte – nicht ihr vollständiger Ersatz.
Kontaktlos ist dabei der Normalfall: Rund 86 Prozent der Kartenzahlungen an deutschen Kassen liefen 2025 kontaktlos (Bundesbank). Bis 50 € verlangt das Terminal in der Regel keine PIN; aus Sicherheitsgründen fragt es spätestens nach fünf PIN-freien Zahlungen in Folge oder 150 € Gesamtsumme wieder die PIN ab.
Kreditkarte im Smartphone: Apple Pay und Google Wallet
Fast alle aktuellen Kreditkarten lassen sich in Apple Pay oder Google Wallet hinterlegen – viele Anbieter stellen die digitale Karte sogar sofort nach der Bewilligung bereit, noch bevor die physische Karte im Briefkasten liegt. Technisch überträgt das Smartphone dabei nie die echte Kartennummer, sondern eine gerätegebundene Ersatznummer (Token); bestätigt wird per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung. Für die PIN-Regeln gilt dasselbe wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der Karte. Wer viel mobil bezahlt, sollte die Wallet-Unterstützung im Vergleich als Auswahlkriterium mitprüfen – sie ist inzwischen Standard, aber nicht bei jeder Karte beider Systeme.
Kreditkarte beantragen: Voraussetzungen und Verfügungsrahmen
Für eine echte Kreditkarte gelten drei Grundvoraussetzungen: Volljährigkeit, ein Wohnsitz in Deutschland und eine ausreichende Bonität, die der Anbieter vor Vertragsschluss per Schufa-Abfrage prüft. Ein regelmäßiges Einkommen erleichtert die Bewilligung und beeinflusst vor allem den Verfügungsrahmen – den Höchstbetrag, den Sie mit der Karte ausgeben können. Der Rahmen startet bei Neukunden oft moderat und wächst mit zuverlässiger Nutzung; bei vielen Anbietern lässt er sich auf Antrag erhöhen oder zur Selbstkontrolle absenken.
Der Antrag selbst läuft heute fast immer vollständig online: Formular ausfüllen, Identität per Video- oder Post-Ident bestätigen, Bewilligung meist innerhalb weniger Tage. Wer die Bonitätshürde nicht nimmt, weicht auf Guthabenkarten ohne Schufa-Prüfung aus; für junge Erwachsene gibt es Karten mit angepassten Anforderungen.
Sicherheit und Ihre Rechte als Karteninhaber
Kreditkarten gehören zu den am besten abgesicherten Zahlungsmitteln – wenn man seine Rechte kennt:
Zwei-Faktor-Pflicht online: Online-Zahlungen erfordern seit der EU-Zahlungsrichtlinie PSD2 eine starke Kundenauthentifizierung – bei Kreditkarten über 3-D Secure (Visa Secure, Mastercard Identity Check, Amex SafeKey), meist per Banking-App bestätigt.
Begrenzte Haftung: Wird Ihre Karte gestohlen und missbraucht, haften Sie vor der Sperrmeldung mit maximal 50 €, danach gar nicht mehr (§ 675v BGB). Volle Haftung droht nur bei grober Fahrlässigkeit – etwa der PIN auf der Karte. Sperren können Sie rund um die Uhr, bei den meisten Anbietern über den Sperr-Notruf 116 116, sonst über App oder Hotline Ihres Anbieters.
Chargeback: Bei nicht gelieferter Ware, doppelten Abbuchungen oder Händlerinsolvenz können Sie Kartenzahlungen über Ihre Bank reklamieren. Das Rückbuchungsverfahren beruht auf den Regelwerken von Visa und Mastercard; die Frist beträgt in der Regel 120 Tage.
So finden Sie die passende Kreditkarte
Statt nach der „besten Karte“ zu suchen, wählen Sie nach Ihrem Nutzungsprofil:
Für den Alltag: Eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte ohne Mindestumsatz – bei vollständigem Ausgleich der Abrechnung praktisch zum Nulltarif. Aktuelle Willkommensangebote zeigt die Übersicht der Karten mit Startguthaben.
Für Vielnutzer mit Ansprüchen: Eine Gold- oder Platin-Karte rechnet sich erst, wenn Sie Versicherungen, Guthaben und Services regelmäßig ausschöpfen – andernfalls zahlen Sie die hohe Jahresgebühr umsonst.
Für Studierende:Studenten-Kreditkarten mit niedrigen Hürden, besonders sinnvoll fürs Auslandssemester.
Wie einzelne Karten und Anbieter im Detail abschneiden, lesen Sie in unseren Kreditkarten-Tests; die Konditionen im direkten Nebeneinander zeigt der Vergleich oben auf dieser Seite bzw. die große Filteransicht im Kreditkarten-Vergleich.
Häufige Fragen zu Kreditkarten
Was ist der Unterschied zwischen girocard und Kreditkarte?
Die girocard (früher „EC-Karte“) ist eine Debitkarte zum deutschen Girokonto: Jede Zahlung wird sofort abgebucht, und sie funktioniert vor allem in Deutschland. Eine Kreditkarte sammelt Ihre Umsätze dagegen im Rahmen eines Verfügungsrahmens zu einer Monatsabrechnung und wird weltweit akzeptiert – dafür prüft der Anbieter vor Ausgabe die Bonität.
Wie viel kostet eine gute Kreditkarte?
Für die meisten Nutzer: nichts. Dauerhaft kostenlose Karten ohne Fremdwährungsentgelt decken Alltag und Reisen ab, wenn Sie die Abrechnung vollständig ausgleichen. Kostspielig wird es durch Teilzahlungszinsen (15 bis 25 % effektiv), Bargeldgebühren und Premium-Jahresgebühren, deren Leistungen ungenutzt bleiben.
Ist kontaktloses Bezahlen sicher?
Ja. Für Kleinbeträge bis 50 € ist meist keine PIN-Eingabe nötig, aber nach spätestens fünf solcher Zahlungen oder 150 € in Summe verlangt das Terminal die PIN. Für Missbrauch nach Kartenverlust haften Sie maximal mit 50 € – nach der Sperrung gar nicht mehr.
Was mache ich bei Kartenverlust oder Missbrauch?
Karte sofort sperren – über den zentralen Sperr-Notruf 116 116, die App oder die Hotline Ihres Anbieters – und unberechtigte Umsätze der Bank melden. Ab der Sperrmeldung haften Sie nicht mehr; zu Unrecht abgebuchte Beträge muss die Bank erstatten.
Bekomme ich eine Kreditkarte trotz negativer Schufa?
Eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen meist nicht – aber Prepaid- und viele Debitkarten werden ohne Schufa-Prüfung ausgegeben, weil kein Kredit fließt. Welche das sind, zeigt der Ratgeber Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa.
Brauche ich überhaupt noch eine Kreditkarte?
Für Deutschland allein genügt oft die girocard oder Debitkarte. Sobald Sie aber reisen, Mietwagen oder Hotels buchen, in fremder Währung zahlen oder ein zinsfreies Zahlungsziel nutzen möchten, spielt die Kreditkarte ihre Stärken aus – und kostet im richtigen Modell nichts.
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Über die Autorin
Charlotte RuzanskiCharlotte Ruzanski recherchiert für onlinevergleich24.de detailliert die Konditionen und spezifischen Angebote von Kreditkarten, Geschäftskonten, Mobilfunkverträgen für unterschiedliche Anwender und Unternehmensformen (Freiberufler, GmbH, UG etc.). Ihre...Mehr erfahren
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