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Stromkostenrechner
Strom kostet private Haushalte in Deutschland im Schnitt 2026 0,37 € je Kilowattstunde (Quelle: BDEW-Strompreisanalyse, Stand: April 2026). Ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von rund 3.500 Kilowattstunden zahlt damit etwa 1.295 € im Jahr. Mit dem obenstehenden Rechner ermitteln Sie in Sekunden die Stromkosten einzelner Geräte; darunter finden Sie die Formel mit Beispielrechnungen, eine Verbrauchstabelle für typische Haushaltsgeräte sowie Tipps, wie Sie Stromfresser aufspüren.
Stromkosten berechnen: die Formel mit Beispielen
Jeder Stromkostenrechner nutzt dieselbe einfache Formel in zwei Schritten:
Verbrauch in kWh = Leistung in Watt × Betriebsstunden ÷ 1.000
Stromkosten = Verbrauch in kWh × Strompreis je kWh
Die Leistungsaufnahme in Watt ist auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung des Geräts angegeben. Drei durchgerechnete Beispiele mit dem aktuellen Durchschnittspreis von 0,37 € je Kilowattstunde:
- Fernseher (100 Watt, 4 Stunden täglich): 100 × 4 × 365 ÷ 1.000 = 146 kWh im Jahr. Kosten: rund 54,02 € pro Jahr.
- Wasserkocher (2.000 Watt, 6 Minuten täglich): 2.000 × 0,1 × 365 ÷ 1.000 = 73 kWh im Jahr. Kosten: rund 27,01 € pro Jahr.
- Stand-by (30 Watt rund um die Uhr, z. B. mehrere Geräte zusammen): 30 × 24 × 365 ÷ 1.000 = rund 263 kWh im Jahr. Kosten: etwa 97,31 € pro Jahr – vermeidbar mit schaltbaren Steckdosenleisten.
Referenztabelle: Stromverbrauch typischer Haushaltsgeräte
Wenn Sie die Wattzahl oder die Nutzungsdauer eines Geräts nicht kennen, helfen typische Jahreswerte für einen durchschnittlichen Haushalt:
| Gerät | Typischer Jahresverbrauch | Stromkosten pro Jahr* |
|---|---|---|
| Kühl-Gefrier-Kombination (neueres, effizientes Modell) | ca. 150 kWh | 55,50 € |
| Kühlschrank (älteres Modell, über 10 Jahre) | ca. 330 kWh | 122,10 € |
| Waschmaschine (Drei-Personen-Haushalt) | ca. 200 kWh | 74 € |
| Wäschetrockner (Wärmepumpentrockner) | ca. 180 kWh | 66,60 € |
| Wäschetrockner (alter Kondenstrockner) | ca. 550 kWh | 203,50 € |
| Geschirrspüler | ca. 245 kWh | 90,65 € |
| Elektroherd mit Backofen | ca. 445 kWh | 164,65 € |
| Fernseher (55 Zoll, ca. 4 Stunden täglich) | ca. 190 kWh | 70,30 € |
| WLAN-Router (Dauerbetrieb, ca. 10 Watt) | ca. 90 kWh | 33,30 € |
* Gerundete Richtwerte für die durchschnittliche Nutzung; Kosten berechnet mit dem Durchschnittspreis von 0,37 € je Kilowattstunde (BDEW, Stand: April 2026). Der tatsächliche Verbrauch hängt vom Alter, der Effizienzklasse und der Nutzung ab.
Strompreise 2026: Zahlen, Quellen und Hintergrund
Laut BDEW-Strompreisanalyse (Stand: April 2026) zahlen Haushalte 2026 im Schnitt 0,37 € je Kilowattstunde, etwas weniger als im Vorjahr. Davon entfallen nur rund 40 Prozent auf Beschaffung und Vertrieb; etwa ein Viertel sind Netzentgelte, gut ein Drittel Steuern, Abgaben und Umlagen. Die EEG-Umlage ist seit Juli 2022 abgeschafft und wird seither aus dem Bundeshaushalt finanziert.
Der Durchschnittswert umfasst alle Bestandsverträge einschließlich Grundversorgung. Neukundentarife lagen Ende Juli 2026 bei rund 0,25 € je Kilowattstunde (Quellen: Verivox, Strom-Report), während Grundversorgungstarife vielerorts über 40 Cent kosten. Unabhängige Marktdaten veröffentlicht außerdem die Bundesnetzagentur in ihrem jährlichen Monitoringbericht.
Wichtig für die Berechnung: Ihr Stromtarif besteht aus dem Arbeitspreis je Kilowattstunde und einem festen monatlichen Grundpreis. In den Stromkostenrechner gehört der Arbeitspreis Ihres Tarifs – Sie finden ihn auf Ihrer Jahresabrechnung.
Stromfresser finden: EU-Energielabel und Messgeräte
Seit März 2021 gilt das EU-Energielabel mit den Klassen A bis G (Verordnung (EU) 2017/1369); die alten Plus-Klassen wie A+++ gibt es nicht mehr. Das Label gilt unter anderem für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Fernseher und nennt den Energieverbrauch direkt in Kilowattstunden – je nach Geräteart pro Jahr (Kühl- und Gefriergeräte), je 100 Betriebszyklen (Waschmaschinen und Geschirrspüler) oder je 1.000 Betriebsstunden (Fernseher). Für den Vergleich zweier Geräte können Sie diese Werte direkt übernehmen; für die eigene Kostenrechnung rechnen Sie Zyklus- und Stundenwerte zunächst auf Ihre Nutzung um. Ein Fernseher läuft bei vier Stunden täglich zum Beispiel rund 1.460 Stunden im Jahr, also deutlich mehr als die 1.000 Stunden, auf die sich der Labelwert bezieht. Der QR-Code auf dem Label führt zur europäischen Produktdatenbank EPREL.
Bei Geräten ohne Label hilft ein Strommessgerät: zwischen Steckdose und Gerät gesteckt, zeigt es den tatsächlichen Verbrauch, auch im Stand-by. Viele Verbraucherzentralen und Stadtwerke verleihen solche Messgeräte kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr.
Die größten Sparhebel im Haushalt: alte Kühl- und Gefriergeräte ersetzen (sie laufen rund um die Uhr), Wäsche bei 30 bis 40 Grad statt bei 60 Grad waschen, den Trockner gezielt nutzen (Wärmepumpentrockner brauchen nur rund ein Drittel des Stroms eines alten Kondenstrockners), Beleuchtung auf LED umstellen und Stand-by-Verluste mit schaltbaren Steckdosenleisten kappen. Auch alte Heizungspumpen zählen mit mehreren hundert Kilowattstunden pro Jahr zu den heimlichen Großverbrauchern.
Häufige Fragen zum Stromkostenrechner
Wie berechne ich die Stromkosten eines Geräts von Hand?
Multiplizieren Sie die Leistung in Watt mit den Betriebsstunden, teilen Sie durch 1.000 und multiplizieren Sie das Ergebnis mit Ihrem Strompreis je Kilowattstunde. Beispiel: 500 Watt × 2 Stunden ÷ 1.000 = 1 kWh; beim Durchschnittspreis kostet das 0,37 € pro Tag.
Was kostet eine Kilowattstunde Strom 2026?
Im Durchschnitt 0,37 € (BDEW-Strompreisanalyse, Stand: April 2026). Neukundentarife sind mit rund 0,25 € je Kilowattstunde deutlich günstiger (Stand: Juli 2026), Grundversorgungstarife liegen meist darüber.
Wie viel Strom verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt im Jahr?
Je nach Haushaltsgröße und Wohnform zwischen rund 1.200 kWh (eine Person im Mehrfamilienhaus) und etwa 4.500 kWh (fünf Personen im Einfamilienhaus). Ein Drei-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus liegt bei rund 3.500 kWh (Richtwerte: co2online/Stromspiegel).
Welche Geräte verursachen die höchsten Stromkosten?
Dauerläufer und Wärmeerzeuger: alte Kühl- und Gefriergeräte, Wäschetrockner, Elektroherd sowie die elektrische Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer oder Boiler. Typische Werte zeigt die Tabelle oben.
Was bedeutet das EU-Energielabel A bis G?
Es ordnet Geräte seit März 2021 in die Effizienzklassen A (sehr sparsam) bis G ein und nennt den Verbrauch in Kilowattstunden. Weil die neue Skala strenger ist, entspricht ein früheres A+++-Gerät heute oft nur noch der Klasse C oder D.
Warum weicht meine Stromrechnung vom berechneten Wert ab?
Der Rechner ermittelt die reinen Verbrauchskosten einzelner Geräte über den Arbeitspreis. Auf der Rechnung kommt der monatliche Grundpreis hinzu; außerdem weichen tatsächliche Nutzungszeiten und die reale Leistungsaufnahme oft von den Annahmen ab. Ein Strommessgerät liefert exakte Werte.
Ersetzt der Rechner eine Energieberatung?
Nein. Er bietet eine fundierte Orientierung für einzelne Geräte. Für eine Gesamtbewertung von Haushalt oder Gebäude, etwa vor größeren Anschaffungen, bieten unter anderem die Verbraucherzentralen unabhängige Energieberatungen an.