Kreditkarten mit Priority Pass 2026: Vergleich & Kosten | onlinevergleich24.de
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Kreditkarte mit Priority Pass

Der Priority Pass öffnet weltweit mehr als 1.900 Flughafen-Lounges – kostet im Direktkauf jedoch bis zu 459 Euro im Jahr. Oft geht es deutlich günstiger mit der richtigen Kreditkarte: Wir vergleichen die Karten mit Priority Pass in Deutschland, von der Deutschen Bank Platin bis zur Amex Platinum, rechnen vor, ab wann sich welcher Weg lohnt, und zeigen die Alternativen über DragonPass.
Geschrieben von
Charlotte Ruzanski

Der Priority Pass öffnet die Tür zu weltweit mehr als 1.900 Flughafen-Lounges in 143 Ländern – und die teuerste Mitgliedsstufe kostet im Direktkauf 459 € pro Jahr. Deutlich günstiger kommen Vielflieger oft über eine Kreditkarte an den Lounge-Zugang: Einige Premium-Karten enthalten den Priority Pass bereits in der Jahresgebühr. Welche Karten es 2026 gibt, was sie kosten und ab wann sich welcher Weg rechnet – der aktuelle Überblick (Stand: August 2026).

Was der Priority Pass kostet – als Direktmitgliedschaft

Priority Pass ist das größte bankenunabhängige Lounge-Programm der Welt. Wer keine passende Kreditkarte hat, kauft die Mitgliedschaft direkt – zu diesen Europa-Preisen:

Priority-Pass-Direktmitgliedschaft: Europa-Tarife (Stand: August 2026)
Stufe Jahresgebühr Inklusive Lounge-Besuche Weitere Besuche/Gäste
Standard 89 € keine je 30 € pro Person und Besuch
Standard Plus 289 € 10 pro Jahr je 30 € pro Person und Besuch
Prestige 459 € unbegrenzt (Mitglied) Gäste je 30 € pro Besuch

Die Jahrespreise stammen von prioritypass.com; die Besuchskontingente und die 30-€-Besuchsgebühr weist Priority Pass erst im Bestellprozess aus (Stand der Fachmedien: Januar 2026 – die Gebühr wurde zuletzt im Oktober 2023 erhöht).

Diese Kreditkarten enthalten 2026 einen Priority Pass

Kreditkarten mit Priority Pass in Deutschland (Stand: August 2026)
Karte Jahresgebühr Lounge-Besuche Gastgebühr
American Express Platinum 720 € (60 €/Monat) Neuanträge seit 09/2024: 50 Besuche/Jahr (Gäste zählen mit); Altkunden: unbegrenzt 1 Gast inklusive (zählt als Besuch)
Deutsche Bank Mastercard Platin 200 € unbegrenzt (Prestige-Niveau) 20 € pro Besuch
HypoVereinsbank Visa Infinite 600 € unbegrenzt (Prestige-Niveau) 26 € pro Besuch
Postbank Mastercard Platinum 99 € keine Freibesuche – jeder Besuch 33,32 € pro Person 33,32 € pro Besuch
Commerzbank PremiumKreditkarte über PremiumKonto: 12,90 €/Monat (154,80 €/Jahr) keine Freibesuche – Besuche je ca. 30 € ca. 30 € pro Besuch

Die Angaben stammen aus den Preisverzeichnissen der Banken bzw. – wo diese nicht öffentlich abrufbar sind (HVB-Gastgebühr, Besuchskontingente) – laut aktuellen Berichten von Vielflieger-Fachportalen (Stand: August 2026). Dazu kommen Nischen- und Business-Karten: die American Express Business Platinum (850 €/Jahr, ebenfalls 50-Besuche-Regel für Neuanträge), die BMW Premium Card Carbon (500 €/Jahr, Prestige) und die VR ExclusiveCard Plus einzelner Volks- und Raiffeisenbanken (je nach Bank rund 279–300 €/Jahr). Die American Express Gold enthält keinen kostenlosen Priority Pass, sondern nur rabattierte Mitgliedschaften.

Wichtig bei Karten ohne Freibesuche (Postbank, Commerzbank): Für den Lounge-Zugang allein lohnen sie sich nie – die Karte bzw. das Konto kostet dort mehr als die 89-€-Standard-Direktmitgliedschaft, und jeder Besuch kostet zusätzlich rund 30 € (bei der Postbank sogar 33,32 €, mehr als beim Direktkauf). Der enthaltene Priority Pass ist bei diesen Karten nur ein Nebennutzen für Kunden, die die Karte oder das Konto ohnehin aus anderen Gründen haben.

Karte oder Direktmitgliedschaft: die Rechnung

Ein Beispiel für Vielflieger: Die Prestige-Mitgliedschaft mit unbegrenzten Besuchen kostet direkt 459 € pro Jahr. Die Deutsche Bank Mastercard Platin bietet dasselbe Prestige-Niveau für 200 € Jahresgebühr – und enthält zusätzlich Reiseversicherungen. Wer mindestens gelegentlich Lounges nutzt und die Karte ohnehin als Premium-Karte einsetzen will, fährt hier deutlich günstiger als im Direktkauf; zu beachten ist, dass die Beantragung nur per Telefon oder in der Filiale erfolgt.

Für Wenigflieger dreht sich die Rechnung: Bei zwei bis drei Lounge-Besuchen im Jahr genügt die Standard-Direktmitgliedschaft (89 € plus 30 € je Besuch) – oder gleich der Einzeleintritt, den viele Lounges auch ohne Mitgliedschaft verkaufen. Eine 720-€-Karte nur für den Lounge-Zugang zu halten, lohnt sich fast nie; Karten wie die Amex Platinum lohnen sich erst, wenn Sie auch das übrige Guthaben und die Statusleistungen ausschöpfen. Vergleichen Sie die Premium-Karten am besten direkt:

American Express Platinum Card
Jahresgebühr
720 €
Bargeld
4 %
mind. 5 €
250 € StartguthabenVorausgesetzt, Sie machen innerhalb der ersten 6 Monate einen Umsatz von min. 13.000 €. Es gelten weitere Bedingungen.
200 Euro Online-Reiseguthaben jährlich
200 Euro SIXT ride Fahrtguthaben
150 Euro Restaurantguthaben
2x Priority Pass inkl. Begleitperson
Umfangreiches Versicherungspaket
Teilnahme an Amex Offers und Membership Rewards
Hohe Bonitätsanforderungen
Hohe Jahresgebühr
Deutsche Bank MasterCard Platinum
Jahresgebühr
200 €
Bargeld
2,5 %
mind. 5,75 €
Consierge- und Reiseservice
Priority-Pass Prestige
Besondere Vorzugstarife im Bereich Urlaub, Sport, Kultur und Mobilität
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Konto
Postbank Mastercard Platinum
Jahresgebühr
99 €
Bargeld
2,5 %
mind. 5 €
eff. Sollzins
11,39 %
Kostenlose Zahlungen im Euro-Raum
Umfangreiches Versicherungspaket
Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten und hoher Verfügungsrahmen
Bonus- und Reiseleistungen
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Konto
Commerzbank PremiumKreditkarte
Jahresgebühr
154,80 €
Bargeld
0 €
eff. Sollzins
10,2 %
Jährlich 12 x kostenloser Bargeldbezug in Deutschland
Jährlich 25 x kostenloser Bargeldbezug im Ausland
Kostenlose bargeldlose Zahlungen in der Euro-Zone
Umfassendes Versicherungspaket
Priority Pass
Weltweite Akzeptanz durch Duo aus Mastercard und Visa
Sehr hohe Jahresgebühr
Nur begrenzt kostenloses Bargeld

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Lounge-Zugang wird enger: die Änderungen seit 2024

Volle Lounges haben ihre Programme restriktiver gestaltet. Die wichtigsten Änderungen: American Express deckelt seit dem 01.09.2024 die Priority-Pass-Besuche für Platinum-Neuanträge auf 50 pro Kalenderjahr – mitgenommene Gäste zählen als eigener Besuch. Priority Pass baut nach Berichten von Vielflieger-Portalen kostenpflichtige Lounge-Reservierungen aus, seit 2025 auch an deutschen Flughäfen. Und einzelne stark frequentierte Lounges schränken den Zutritt hart ein: Die Airport Lounge Europe in München (Terminal 1, Schengen) lässt seit Juli 2025 bis auf Weiteres nur noch Priority-Pass-Gäste ein, die mit wenigen bestimmten Airlines fliegen (u. a. Condor und Finnair) – alle übrigen müssen auf andere Lounges ausweichen. Ein Priority Pass ist also keine Zutrittsgarantie zu jeder Lounge zu jeder Zeit.

Alternativen: DragonPass statt Priority Pass

Das Konkurrenzprogramm DragonPass erschließt ein vergleichbares Lounge-Netz. In Deutschland nutzen es vor allem Smartphone-Banken: Revolut bietet über DragonPass Lounge-Zugang, im Top-Tarif Revolut Ultra (laut aktuellen Berichten 65 €/Monat) mit unbegrenzten Freibesuchen; N26 Metal enthält einen kostenlosen Lounge-Besuch pro Kalenderjahr, weitere kosten 30 €. Für gelegentliche Lounge-Besuche kann das günstiger sein als jede Priority-Pass-Konstruktion.

Diese Karten haben keinen Priority Pass (mehr)

Ältere Ratgeber – auch unsere frühere Version dieser Seite – nennen Karten, die es nicht mehr gibt oder die keinen Lounge-Zugang mehr enthalten: Die Postbank Visa Card Platinum wird nicht mehr angeboten (die Postbank gibt nur noch Mastercards aus), die Sparda Mastercard Platinum wurde eingestellt, und die Miles & More Gold enthält keinen Priority Pass – sie wird seit dem 01.10.2025 von der Deutschen Bank herausgegeben (11,50 €/Monat) und bietet keinen dauerhaften Lounge-Zugang. Auch verbreitete Reisekarten wie die TARGOBANK Premium-Karte oder die Santander BestCard Premium enthalten keinen Priority Pass.

Häufige Fragen zu Kreditkarten mit Priority Pass

Welche Kreditkarte mit Priority Pass ist die günstigste?

Mit echten Freibesuchen: die Deutsche Bank Mastercard Platin (200 €/Jahr, unbegrenzte Besuche für den Karteninhaber). Karten mit reiner Standard-Mitgliedschaft ohne Freibesuche (z. B. Postbank Platinum für 99 €) lohnen sich für den Lounge-Zugang allein dagegen nicht: Die Kartengebühr liegt über den 89 € der Standard-Direktmitgliedschaft, und jeder Besuch kostet weiterhin rund 30 € oder mehr.

Gilt der Priority Pass auch für Begleitpersonen?

Je nach Karte unterschiedlich: Bei der Amex Platinum ist ein Gast inklusive (zählt aber gegen das 50-Besuche-Kontingent der Neuanträge), bei der Deutschen Bank zahlen Gäste 20 €, bei den meisten anderen rund 30 € pro Besuch.

Komme ich mit dem Priority Pass in jede Lounge?

Nein. Der Pass gilt nur in Vertragslounges des Netzwerks (über 1.900 weltweit), und überfüllte Lounges dürfen Priority-Pass-Gäste zeitweise abweisen. Airline-eigene Lounges wie die Lufthansa Senator Lounge sind in der Regel nicht enthalten.

Wie bekomme ich den Priority Pass zu meiner Kreditkarte?

Der Pass ist nicht automatisch aktiv: Nach Ausstellung der Kreditkarte registrieren Sie die Priority-Pass-Mitgliedschaft separat beim Kartenanbieter (bei American Express etwa über das Online-Konto) und erhalten dann eine eigene Priority-Pass-Karte bzw. den digitalen Pass in der App. Die Mitgliedschaft endet, wenn Sie die Kreditkarte kündigen.

Lohnt sich eine Premium-Karte nur für den Lounge-Zugang?

Selten. Ab etwa fünf bis zehn Lounge-Besuchen pro Jahr schlägt eine Karte wie die Deutsche Bank Platin die Direktmitgliedschaft deutlich. Teurere Karten wie die Amex Platinum (720 €) rechnen sich nur, wenn Sie auch deren übrige Leistungen nutzen – sonst genügt die Direktmitgliedschaft oder eine günstigere Premium-Karte.

Einen Überblick über die Kartentypen bietet unsere Typen-Übersicht; den direkten Konditionen-Vergleich finden Sie in unserem Kreditkarten-Vergleich.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski Charlotte Ruzanski recherchiert für onlinevergleich24.de detailliert die Konditionen und spezifischen Angebote von Kreditkarten, Geschäftskonten, Mobilfunkverträgen für unterschiedliche Anwender und Unternehmensformen (Freiberufler, GmbH, UG etc.). Ihre...