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Kreditkarte mit Priority Pass
Der Priority Pass öffnet die Tür zu weltweit mehr als 1.900 Flughafen-Lounges in 143 Ländern – und die teuerste Mitgliedsstufe kostet im Direktkauf 459 € pro Jahr. Deutlich günstiger kommen Vielflieger oft über eine Kreditkarte an den Lounge-Zugang: Einige Premium-Karten enthalten den Priority Pass bereits in der Jahresgebühr. Welche Karten es 2026 gibt, was sie kosten und ab wann sich welcher Weg rechnet – der aktuelle Überblick (Stand: August 2026).
Was der Priority Pass kostet – als Direktmitgliedschaft
Priority Pass ist das größte bankenunabhängige Lounge-Programm der Welt. Wer keine passende Kreditkarte hat, kauft die Mitgliedschaft direkt – zu diesen Europa-Preisen:
| Stufe | Jahresgebühr | Inklusive Lounge-Besuche | Weitere Besuche/Gäste |
|---|---|---|---|
| Standard | 89 € | keine | je 30 € pro Person und Besuch |
| Standard Plus | 289 € | 10 pro Jahr | je 30 € pro Person und Besuch |
| Prestige | 459 € | unbegrenzt (Mitglied) | Gäste je 30 € pro Besuch |
Die Jahrespreise stammen von prioritypass.com; die Besuchskontingente und die 30-€-Besuchsgebühr weist Priority Pass erst im Bestellprozess aus (Stand der Fachmedien: Januar 2026 – die Gebühr wurde zuletzt im Oktober 2023 erhöht).
Diese Kreditkarten enthalten 2026 einen Priority Pass
| Karte | Jahresgebühr | Lounge-Besuche | Gastgebühr |
|---|---|---|---|
| American Express Platinum | 720 € (60 €/Monat) | Neuanträge seit 09/2024: 50 Besuche/Jahr (Gäste zählen mit); Altkunden: unbegrenzt | 1 Gast inklusive (zählt als Besuch) |
| Deutsche Bank Mastercard Platin | 200 € | unbegrenzt (Prestige-Niveau) | 20 € pro Besuch |
| HypoVereinsbank Visa Infinite | 600 € | unbegrenzt (Prestige-Niveau) | 26 € pro Besuch |
| Postbank Mastercard Platinum | 99 € | keine Freibesuche – jeder Besuch 33,32 € pro Person | 33,32 € pro Besuch |
| Commerzbank PremiumKreditkarte | über PremiumKonto: 12,90 €/Monat (154,80 €/Jahr) | keine Freibesuche – Besuche je ca. 30 € | ca. 30 € pro Besuch |
Die Angaben stammen aus den Preisverzeichnissen der Banken bzw. – wo diese nicht öffentlich abrufbar sind (HVB-Gastgebühr, Besuchskontingente) – laut aktuellen Berichten von Vielflieger-Fachportalen (Stand: August 2026). Dazu kommen Nischen- und Business-Karten: die American Express Business Platinum (850 €/Jahr, ebenfalls 50-Besuche-Regel für Neuanträge), die BMW Premium Card Carbon (500 €/Jahr, Prestige) und die VR ExclusiveCard Plus einzelner Volks- und Raiffeisenbanken (je nach Bank rund 279–300 €/Jahr). Die American Express Gold enthält keinen kostenlosen Priority Pass, sondern nur rabattierte Mitgliedschaften.
Wichtig bei Karten ohne Freibesuche (Postbank, Commerzbank): Für den Lounge-Zugang allein lohnen sie sich nie – die Karte bzw. das Konto kostet dort mehr als die 89-€-Standard-Direktmitgliedschaft, und jeder Besuch kostet zusätzlich rund 30 € (bei der Postbank sogar 33,32 €, mehr als beim Direktkauf). Der enthaltene Priority Pass ist bei diesen Karten nur ein Nebennutzen für Kunden, die die Karte oder das Konto ohnehin aus anderen Gründen haben.
Karte oder Direktmitgliedschaft: die Rechnung
Ein Beispiel für Vielflieger: Die Prestige-Mitgliedschaft mit unbegrenzten Besuchen kostet direkt 459 € pro Jahr. Die Deutsche Bank Mastercard Platin bietet dasselbe Prestige-Niveau für 200 € Jahresgebühr – und enthält zusätzlich Reiseversicherungen. Wer mindestens gelegentlich Lounges nutzt und die Karte ohnehin als Premium-Karte einsetzen will, fährt hier deutlich günstiger als im Direktkauf; zu beachten ist, dass die Beantragung nur per Telefon oder in der Filiale erfolgt.
Für Wenigflieger dreht sich die Rechnung: Bei zwei bis drei Lounge-Besuchen im Jahr genügt die Standard-Direktmitgliedschaft (89 € plus 30 € je Besuch) – oder gleich der Einzeleintritt, den viele Lounges auch ohne Mitgliedschaft verkaufen. Eine 720-€-Karte nur für den Lounge-Zugang zu halten, lohnt sich fast nie; Karten wie die Amex Platinum lohnen sich erst, wenn Sie auch das übrige Guthaben und die Statusleistungen ausschöpfen. Vergleichen Sie die Premium-Karten am besten direkt:
Fremdwährungsgebühr: 1,75 %, min. 1,50 €
zzgl. 0,5 % Währungsumrechnungsentgelt
Fremdwährungsgebühr: 1,75 %, min. 1,50 €
zzgl. 0,5 % Währungsumrechnungsentgelt
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Lounge-Zugang wird enger: die Änderungen seit 2024
Volle Lounges haben ihre Programme restriktiver gestaltet. Die wichtigsten Änderungen: American Express deckelt seit dem 01.09.2024 die Priority-Pass-Besuche für Platinum-Neuanträge auf 50 pro Kalenderjahr – mitgenommene Gäste zählen als eigener Besuch. Priority Pass baut nach Berichten von Vielflieger-Portalen kostenpflichtige Lounge-Reservierungen aus, seit 2025 auch an deutschen Flughäfen. Und einzelne stark frequentierte Lounges schränken den Zutritt hart ein: Die Airport Lounge Europe in München (Terminal 1, Schengen) lässt seit Juli 2025 bis auf Weiteres nur noch Priority-Pass-Gäste ein, die mit wenigen bestimmten Airlines fliegen (u. a. Condor und Finnair) – alle übrigen müssen auf andere Lounges ausweichen. Ein Priority Pass ist also keine Zutrittsgarantie zu jeder Lounge zu jeder Zeit.
Alternativen: DragonPass statt Priority Pass
Das Konkurrenzprogramm DragonPass erschließt ein vergleichbares Lounge-Netz. In Deutschland nutzen es vor allem Smartphone-Banken: Revolut bietet über DragonPass Lounge-Zugang, im Top-Tarif Revolut Ultra (laut aktuellen Berichten 65 €/Monat) mit unbegrenzten Freibesuchen; N26 Metal enthält einen kostenlosen Lounge-Besuch pro Kalenderjahr, weitere kosten 30 €. Für gelegentliche Lounge-Besuche kann das günstiger sein als jede Priority-Pass-Konstruktion.
Diese Karten haben keinen Priority Pass (mehr)
Ältere Ratgeber – auch unsere frühere Version dieser Seite – nennen Karten, die es nicht mehr gibt oder die keinen Lounge-Zugang mehr enthalten: Die Postbank Visa Card Platinum wird nicht mehr angeboten (die Postbank gibt nur noch Mastercards aus), die Sparda Mastercard Platinum wurde eingestellt, und die Miles & More Gold enthält keinen Priority Pass – sie wird seit dem 01.10.2025 von der Deutschen Bank herausgegeben (11,50 €/Monat) und bietet keinen dauerhaften Lounge-Zugang. Auch verbreitete Reisekarten wie die TARGOBANK Premium-Karte oder die Santander BestCard Premium enthalten keinen Priority Pass.
Häufige Fragen zu Kreditkarten mit Priority Pass
Welche Kreditkarte mit Priority Pass ist die günstigste?
Mit echten Freibesuchen: die Deutsche Bank Mastercard Platin (200 €/Jahr, unbegrenzte Besuche für den Karteninhaber). Karten mit reiner Standard-Mitgliedschaft ohne Freibesuche (z. B. Postbank Platinum für 99 €) lohnen sich für den Lounge-Zugang allein dagegen nicht: Die Kartengebühr liegt über den 89 € der Standard-Direktmitgliedschaft, und jeder Besuch kostet weiterhin rund 30 € oder mehr.
Gilt der Priority Pass auch für Begleitpersonen?
Je nach Karte unterschiedlich: Bei der Amex Platinum ist ein Gast inklusive (zählt aber gegen das 50-Besuche-Kontingent der Neuanträge), bei der Deutschen Bank zahlen Gäste 20 €, bei den meisten anderen rund 30 € pro Besuch.
Komme ich mit dem Priority Pass in jede Lounge?
Nein. Der Pass gilt nur in Vertragslounges des Netzwerks (über 1.900 weltweit), und überfüllte Lounges dürfen Priority-Pass-Gäste zeitweise abweisen. Airline-eigene Lounges wie die Lufthansa Senator Lounge sind in der Regel nicht enthalten.
Wie bekomme ich den Priority Pass zu meiner Kreditkarte?
Der Pass ist nicht automatisch aktiv: Nach Ausstellung der Kreditkarte registrieren Sie die Priority-Pass-Mitgliedschaft separat beim Kartenanbieter (bei American Express etwa über das Online-Konto) und erhalten dann eine eigene Priority-Pass-Karte bzw. den digitalen Pass in der App. Die Mitgliedschaft endet, wenn Sie die Kreditkarte kündigen.
Lohnt sich eine Premium-Karte nur für den Lounge-Zugang?
Selten. Ab etwa fünf bis zehn Lounge-Besuchen pro Jahr schlägt eine Karte wie die Deutsche Bank Platin die Direktmitgliedschaft deutlich. Teurere Karten wie die Amex Platinum (720 €) rechnen sich nur, wenn Sie auch deren übrige Leistungen nutzen – sonst genügt die Direktmitgliedschaft oder eine günstigere Premium-Karte.
Einen Überblick über die Kartentypen bietet unsere Typen-Übersicht; den direkten Konditionen-Vergleich finden Sie in unserem Kreditkarten-Vergleich.