FYRST Geschäftskonto: die Digitalmarke der Deutschen Bank
Wie wir unser Geld verdienen

FYRST Geschäftskonto

FYRST ist die digitale Geschäftskundenmarke der Deutsche Bank AG und richtet sich an Freiberufler, Gewerbetreibende und Unternehmen fast aller deutschen Rechtsformen. Die Kontomodelle unterscheiden sich vor allem darin, wie viele beleglose Buchungen im Monat frei sind und was jede weitere kostet; daneben stehen Pakete für Gründer, Vereine und Onlinehändler. Bargeld gibt es an den Schaltern und Automaten der Postbank.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
Kosten / Buchung
ab
0,08 €
Guthabenzins
0 %
Für Start-ups geeignet, alle gängigen Rechtsformen
Bargeldlösung und Kreditangebote
Support durch erfahrene Banker via Mail oder Telefon
Bank FYRST - ein Angebot der Deutsche Bank AG
Bankenart Neobank
Sicherheit
Finanzaufsicht Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einlagensicherung 100.000 €
Bank mit Filialen NeinNein
Verifizierung
PostIdent JaJa
VideoIdent JaJa
eIdent JaJa
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
10 €
10 €
10 €
Kostenlos bis 50 Transaktionen 75 Transaktionen 75 Transaktionen 75 Transaktionen
SEPA-Gebühr 0,19 € 0,08 € 0,08 € 0,08 €
Sofortüberweisung 0,19 € 0,08 € 0,08 € 0,08 €
Deutschland
0,00 €
k.A. k.A.
0,00 €
Eurozone
1,00 %
k.A. k.A.
1,00 %
Fremdwährung in EWR
1,50 %
k.A. k.A.
1,50 %
Außerhalb EWR / Weltweit
1,50 %
k.A. k.A.
1,50 %
Deutschland 0 € — — 0 €
Eurozone — — — —
Fremdwährung in EWR
ab 2,35 % — — ab 2,35 %
Außerhalb EWR / Weltweit
ab 2,35 % — — ab 2,35 %
Hinweis zur Karteneinsatz: Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
— — Bei Kartenzahlung in Fremdwährung:
1,85 %, zzgl. 0,5 % Fremdwährungsgebühr
Ausgehende SWIFT Überweisung
0,08 %
0,8 %
1,2 %
0,8 %
Eingehende SWIFT Überweisung
0,5 %
0,5 %
1,2 %
0,5 %
Gebühr Bargeldeinzahlung
3 €
2,50 €
2,50 €
2,50 €
Anzahl inkludierter Unterkonten 0 1 — 1
Preis je Unterkonto 6 € 6 € k.A. 6 €
Unterkonten mit eigener IBAN JaJa JaJa NeinNein JaJa
Kontokorrentkredit 9,95 % 9,95 % k.A. 9,95 %
Geduldete Kontoüberziehung 14,95 % 14,95 % — 14,95 %
Zinsen auf Guthaben 0 % 0 % 0 % 0 %
Hinweis Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert. — Je Unterkonto sind 50 beleglose Buchungsposten pro Monat inkludiert.
Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter Zum Anbieter
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
DATEV Schnittstelle
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
5 €p.M.
Zugang für Buchhaltung JaJa JaJa JaJa JaJa
Rechnungen erstellen JaJa JaJa JaJa JaJa
SevDesk JaJa JaJa JaJa JaJa
Easybill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Fastbill NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
LexOffice JaJa JaJa JaJa JaJa
Stripe NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
FYRST Base
FYRST Gründerkonto
FYRST Vereinskonto
FYRST Complete
Freiberufler JaJa JaJa NeinNein JaJa
Gewerbetreibende JaJa JaJa NeinNein JaJa
Einzelunternehmer JaJa JaJa NeinNein JaJa
Eingetragenen Kaufleute (eK) JaJa JaJa NeinNein JaJa
GmbH JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Aktiengesellschaft (AG) NeinNein NeinNein NeinNein NeinNein
Unternehmergesellschaft (UG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Offene Handelsgesellschaft (OHG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Partnerschaftsgesellschaft (PartG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH & Co. KG JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Verein JaJa NeinNein JaJa JaJa
Genossenschaften (eG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
Kommanditgesellschaft (KG) JaJa NeinNein NeinNein JaJa
GmbH in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa
UG in Gründung JaJa NeinNein NeinNein JaJa

Werbehinweis: Anbieter-Links in dieser Übersicht sind Werbelinks (Affiliate-Links) — für Abschlüsse darüber erhalten wir eine Provision vom Anbieter.

FYRST ist keine eigene Bank, sondern „ein Angebot der Deutsche Bank AG“ – so steht es im Impressum. Die Bankverbindung verrät den Rest: Die BIC lautet PBNKDEFF, die der Postbank. FYRST ist die digitale Geschäftskundenmarke des Konzerns und läuft auf der Infrastruktur der Postbank.

Für Selbstständige ergibt das eine ungewöhnliche Mischung: Freikontingente für Buchungen wie bei einem FinTech, dazu Bargeldschalter, Auslandszahlungsverkehr und Kontokorrentkredit einer Großbank. Bezahlt wird das über den Grundpreis – die Kontomodelle unterscheiden sich vor allem in den Freiposten; die Karten- und Bargeldentgelte laufen dabei genau andersherum.

Die FYRST Geschäftskonten direkt zum Vergleichen:

FYRST Base
Eignung
Top-Match für Holdings · 92 %
Grundgebühr p. M.
ab
0 €
Kosten / Buchung
0,19 €
Kontoeröffnung in 7 Minuten mit sofortiger IBAN
Für Start-ups geeignet, alle gängigen Rechtsformen
Bargeldlösung und Kreditangebote
Support durch erfahrene Banker via Mail oder Telefon
Kontokorrentkredit nicht direkt verfügbar
FYRST Complete
Eignung
Top-Match für Holdings · 90 %
Grundgebühr p. M.
10 €
Kosten / Buchung
0,08 €
Kontoeröffnung in 7 Minuten mit sofortiger IBAN
Für Start-ups geeignet, alle gängigen Rechtsformen
Inkl. Auftragsmanagement
Bargeldlösung und Kreditangebote
Kontokorrentkredit nicht direkt verfügbar

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FYRST Geschäftskonto – Essentials
  • Anbieter: FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG, Anschrift der Marke in Bonn
  • Kontomodelle: FYRST BASE, FYRST COMPLETE und FYRST PREMIUM; dazu drei Zielgruppenpakete auf COMPLETE-Basis – Gründerkonto, Vereinskonto und eCommerce-Konto
  • Kosten: 0 € im BASE, 10 € im COMPLETE und 24,00 € im PREMIUM je Monat (Stand: 7. September 2026)
  • Buchungen: 50 beziehungsweise 75 beleglose Freiposten im Monat, im PREMIUM keine – dafür der niedrigste Preis je Posten
  • Zielgruppen: Freiberufler, Gewerbetreibende und Unternehmen fast aller deutschen Rechtsformen mit deutschem Unternehmenssitz
  • Besonderheiten: Bargeldein- und -auszahlung an Postbank-Schaltern, Debit Mastercard inklusive, DATEV-Anbindung, Geschäfts-Kreditlinie
  • Sicherheit: gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € über die Deutsche Bank AG

Wer hinter FYRST steht

FYRST tritt wie ein FinTech auf, ist aber keines. Das Impressum nennt als Herausgeber „FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG“ mit Anschrift in Bonn; Sitz der Gesellschaft ist Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des dortigen Amtsgerichts unter HRB 30 000. Beaufsichtigt wird die Bank von der Europäischen Zentralbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Praktisch bedeutet das: FYRST hat keine eigene Banklizenz, sondern arbeitet unter der der Deutschen Bank. Die BIC PBNKDEFF ist dieselbe wie bei der Postbank, und FYRST nennt als Grund die gemeinsam genutzte Infrastruktur. Deshalb funktionieren Bargeldein- und -auszahlung an Postbank-Schaltern und -Automaten – ein Digitalanbieter mit Filialzugang.

Schwestermarken sind damit die Postbank als Filialangebot und FYRST als Digitalangebot. Was die eine über Beratung und Beleg löst, löst die andere über Freikontingente und App.

Einlagensicherung: ein Schutzbetrag für drei Marken

Guthaben auf einem FYRST-Geschäftskonto fällt unter die gesetzliche Einlagensicherung: bis 100.000 € je Einleger und Institut nach § 8 EinSiG, in Deutschland über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. FYRST nennt diesen Betrag selbst.

Deutsche Bank, Postbank und FYRST teilen sich einen Schutzbetrag

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt je Einleger und Institut – nicht je Marke. Weil FYRST ein Angebot der Deutsche Bank AG ist und die Postbank eine Niederlassung derselben Bank, zählen Guthaben bei allen drei Marken zusammen auf einen Schutzbetrag von 100.000 €. Wer die Grenze ausschöpfen will, verteilt auf einen anderen Konzern, nicht auf eine andere Marke desselben.

Darüber hinaus wirbt FYRST mit dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken und beziffert den Schutz mit „bis zu 438.000 €“ (Stand laut Fußnote: 15.06.2026), mit dem Hinweis, die tagesaktuelle Höhe sei beim Fonds abzufragen. Der Fonds selbst nennt drei Millionen Euro für Privatpersonen und 30 Millionen Euro für gesicherte Unternehmen. Die AGB von FYRST erklären, wie beides zusammenpasst: Diese Beträge sind Obergrenzen, gesichert wird höchstens ein bestimmter Anteil der Eigenmittel der Bank, und „maßgebend für die Entschädigung ist die Sicherungsgrenze, die der Bank … mitgeteilt worden ist“. Woher der Betrag von 438.000 € stammt, bleibt damit trotzdem offen – er ist deutlich niedriger, als die Eigenmittel der Deutsche Bank AG erwarten lassen. Wer regelmäßig sechsstellige Guthaben hält, fragt die geltende Sicherungsgrenze deshalb beim Einlagensicherungsfonds ab, statt sich auf die Werbeangabe zu verlassen.

Drei Kontomodelle und drei Zielgruppenpakete

Die drei regulären Modelle heißen BASE, COMPLETE und PREMIUM. Sie unterscheiden sich im Grundpreis, im Freikontingent und im Preis je weiterem Buchungsposten – alles andere ist weitgehend gleich.

Die drei FYRST Kontomodelle im Vergleich (Stand: 7. September 2026)
Kontomodell Grundpreis im Monat Freie beleglose Buchungen Jede weitere Buchung Unterkonten
FYRST BASE 0 € für Gewerbetreibende und Freiberufler, 6,00 € für andere Rechtsformen 50 im Monat 0,19 € je 6,00 € im Monat
FYRST COMPLETE 10 € 75 im Monat 0,08 € ein BASE-Unterkonto ohne Grundpreis
FYRST PREMIUM 24,00 € keine 0,04 € bis zu fünf BASE-Unterkonten ohne Grundpreis
Quelle: „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ (Stand: 4. Mai 2026), Kontoführungs- und Buchungspostentabelle. Grundpreise, Freikontingente und Postenpreise von BASE und COMPLETE sind Livewerte, die PREMIUM-Werte stammen aus demselben Dokument.

Daneben stehen drei Pakete für bestimmte Zielgruppen, die alle auf dem COMPLETE-Konto aufsetzen und ihm zwölf Monate ohne Grundpreis voranstellen:

  • Gründerkonto – zusätzlich die DATEV-Schnittstelle und die sevDesk-Buchhaltung zwölf Monate entgeltfrei; Voraussetzung ist eine Gründung, die höchstens 365 Tage zurückliegt
  • Vereinskonto – für die Rechtsform eingetragener Verein
  • eCommerce-Konto – für Onlinehändler, mit Partnerangeboten, die laut FYRST wechseln können

Ab dem 13. Monat kostet in allen drei Fällen das COMPLETE-Konto den regulären Grundpreis von 10 €, die DATEV-Schnittstelle 5,00 € im Monat.

Bei den Unterkonten widerspricht sich FYRST selbst: Die Produktseite zum PREMIUM-Konto schreibt, COMPLETE und BASE hätten „jeweils ein Unterkonto inklusive“. Preisverzeichnis und BASE-Produktseite nennen für BASE dagegen 6,00 € im Monat je weiterem Konto. Maßgeblich ist das Preisverzeichnis – die Tabelle oben folgt ihm.

BASE für juristische Personen: zwei Fassungen

Das Preis- und Leistungsverzeichnis führt für BASE zwei Preise: 0,00 € für „Gewerbetreibende und Freiberufler“ und 6,00 € für „alle anderen Rechtsformen“ – ohne Freimonate. Die Produktseite von FYRST schreibt dagegen, juristische Personen führten das Konto sechs Monate ohne Grundpreis und zahlten erst danach 6,00 €. Vertraglich maßgeblich ist das Preisverzeichnis; die sechs Freimonate sind ein Angebot, das FYRST nur auf der Website ausweist. Wer als GmbH, UG oder GbR eröffnet, lässt sich das schriftlich bestätigen.

Details zu den beiden Hauptmodellen stehen auf den eigenen Seiten: FYRST Base und FYRST Complete.

Buchungen: Freiposten statt Postenpreis

Der Unterschied zur Schwestermarke Postbank steckt in einem Wort: Freiposten. FYRST rechnet die ersten 50 beziehungsweise 75 beleglosen Buchungen im Monat nicht ab; erst danach greift der Postenpreis. Gezählt werden Zahlungsein- und -ausgänge, eingelöste Lastschriften und Echtzeitüberweisungen gleichermaßen.

Auf Papier wird es teuer: Eine beleghafte SEPA-Überweisung, ein beleghafter Echtzeitauftrag oder ein eingereichter Inlandsscheck kostet im BASE-Konto 5,00 €, in COMPLETE und PREMIUM 4,00 €. Daueraufträge richten Sie im Online-Banking kostenlos ein; über die Service-Hotline kostet jede Einrichtung oder Änderung 1,50 €. Wird eine SEPA-Lastschrift zurückgegeben, stellt FYRST dem Einreicher in allen drei Modellen 5,11 € in Rechnung.

Auslandsüberweisungen rechnet FYRST in Promille ab, mit denselben Sätzen wie die Postbank: 0,8 ‰ des Auftragswerts beim Ausgang, begrenzt auf mindestens 6 € und höchstens 40 €; beim Eingang 0,5 ‰ zwischen 5 € und 30 €. Übernimmt der Zahler alle Entgelte, kommt eine Fremdspesenpauschale von 25 € hinzu. Alle drei Kontomodelle rechnen gleich ab.

Karten: eine Debitkarte inklusive, girocard kostet

Zu jedem FYRST-Konto gehört die FYRST Card, eine Debit Mastercard. Das Preis- und Leistungsverzeichnis führt darüber hinaus nur Debitkarten. In seiner FAQ nennt FYRST zusätzlich zwei echte Kreditkarten – die Postbank Mastercard Business, laut Anbieter im ersten Jahr entgeltfrei, und die Postbank Mastercard Business Gold. Konditionen dazu stehen nicht im FYRST-Preisverzeichnis; wer eine dieser Karten will, holt sie sich vor dem Abschluss schriftlich.

FYRST-Karten und ihre Jahresentgelte je Kontomodell (Stand: 7. September 2026)
Karte Typ BASE COMPLETE PREMIUM
FYRST Card, erste Karte Debit Mastercard 0,00 € 0,00 € 0,00 €
FYRST Card, ab der zweiten Debit Mastercard 12 € 6 € 6,00 €
FYRST Service Card Debitkarte im girocard-System 24,00 € 18,00 € 12,00 €
FYRST Card plus Debitkarte 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Ersatzkarte – 0,00 € 0,00 € 0,00 €
Quelle: „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ (Stand: 4. Mai 2026), Abschnitt FYRST Karten, und die Preisübersicht auf fyrst.de, abgerufen am 7. September 2026. Legende: – = nicht zutreffend. Die FYRST Service Card arbeitet nur im girocard-System und ist damit im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt.

Die FYRST Card plus ist dabei keine Kontoausstattung, sondern eine zubuchbare Zusatzkarte für Mitarbeiter – ohne Jahresentgelt, aber auf Antrag. Anders als bei den Buchungen wird die Kartenausstattung mit dem größeren Konto günstiger: Die girocard-fähige Service Card kostet im PREMIUM ein Drittel des BASE-Preises, jede zusätzliche FYRST Card die Hälfte.

Bargeld: der Postbank-Schalter als Vorteil, die Cash Group als Falle

Am Postbank-Schalter und am Postbank-Automaten heben FYRST-Kunden ab und zahlen ein, ohne dass ein Postenentgelt anfällt – in allen drei Kontomodellen. Die Einzahlung selbst kostet 3,00 € je angefangene 5.000 € im BASE-Konto und 2,50 € in COMPLETE und PREMIUM. Zu den Bargeldwegen im Einzelnen führen die Seiten zu FYRST Base und FYRST Complete.

Die 7.000 Cash-Group-Automaten gehören zur Zusatzkarte

Auf ihrer Bargeld-Seite schreibt FYRST es korrekt: „Bargeldauszahlung an bis zu 7.000 Geldautomaten der Cash Group mit der FYRST Service Card“. Auf der BASE-Produktseite steht derselbe Vorteil dagegen ohne diesen Zusatz in der Leistungsliste – „Kostenlos Bargeld im Deutsche Bank Cash-Group-Netz“. Maßgeblich ist das Preisverzeichnis: Mit der inklusiven FYRST Card sind Postbank- und Deutsche-Bank-Automaten sowie die ausländischen Kooperationspartner entgeltfrei, bei anderen Zahlungsdienstleistern kostet die Abhebung 3,95 €. Die gesamte Cash Group deckt erst die FYRST Service Card für 12,00 € bis 24,00 € im Jahr ab.

Kreditlinie, DATEV und Buchhaltung

Die FYRST Geschäfts-Kreditlinie ist ein Kontokorrentkredit von 3.000 € bis 250.000 €, den FYRST mit „ab 9,95 % effektivem Jahreszins“ bewirbt (Stand: 7. September 2026). Auf den nicht in Anspruch genommenen Teil berechnet FYRST eine Kreditprovision von 1,00 % im Jahr; abgerechnet wird vierteljährlich, der Zinssatz hängt an einem Referenzzinssatz und kann sich während der Laufzeit ändern. Beantragt wird die Linie im Online-Banking, Bonität und Volljährigkeit vorausgesetzt.

Für die Buchhaltung gibt es zwei Wege. Die DATEV-Anbindung läuft technisch als „beleglose Datenübertragung über Service-Rechenzentren“ und kostet in BASE und COMPLETE 5,00 € im Monat; im PREMIUM ist sie enthalten. Für das Gründerkonto weicht FYRST von sich selbst ab: Preisverzeichnis und Preisübersicht nennen ab dem zweiten Jahr 5,00 € im Monat, die Kontenseite dagegen 0 €. Maßgeblich ist das Preisverzeichnis. Daneben bietet FYRST die Buchhaltungssoftware sevDesk als Partnerangebot an – im Gründerkonto zwölf Monate entgeltfrei. Auf der COMPLETE-Seite wirbt FYRST mit einer „integrierten Buchhaltungslösung mit 25 % Preisvorteil“, ohne den Partner an dieser Stelle zu nennen. Welche Anbieter dafür gar nichts verlangen, zeigt unser Ratgeber Geschäftskonto mit Buchhaltung.

Kontoeröffnung und Rechtsformen

Eröffnet wird online; identifiziert wird per Video-Ident, nach Angabe von FYRST innerhalb weniger Minuten, danach steht die IBAN sofort bereit. Als Unterlagen verlangt FYRST einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, je nach Rechtsform zusätzlich etwa einen Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung.

Zugelassen sind nach eigener Auskunft fast alle gängigen deutschen Rechtsformen – FYRST nennt ausdrücklich Freiberufler, Gewerbetreibende, GmbH, GmbH & Co. KG, GbR, UG, OHG, KG und e. K. Bedingung ist ein deutscher Unternehmenssitz beziehungsweise eine deutsche Geschäftsadresse. Welche Formen ausgeschlossen sind, sagt FYRST nicht.

Der Kontowechselservice ist kostenlos, steht aber ausdrücklich nur natürlichen Personen offen; für juristische Personen arbeite man noch daran, schreibt FYRST. Kapitalgesellschaften organisieren den Umzug also in Eigenregie. Was dabei zu bedenken ist, steht in unserem Ratgeber Geschäftskonto eröffnen.

FYRST Geschäftskonto: Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Freikontingente für beleglose Buchungen – bei einer Bank mit Filialzugang die Ausnahme
  • Bargeldein- und -auszahlung an Postbank-Schaltern und -Automaten ohne Postenentgelt
  • Grundpreis 0,00 € für Freiberufler und Gewerbetreibende im BASE-Konto
  • Gesetzliche Einlagensicherung über die Deutsche Bank AG, deutsche IBAN
  • Geschäfts-Kreditlinie von 3.000 € bis 250.000 € volldigital
  • Beleghafte Buchungen und Schecks sind möglich
  • Zielgruppenpakete für Gründer, Vereine und Onlinehändler mit zwölf Freimonaten

Nachteile
  • Im eigenen Preisverzeichnis nur Debitkarten; die beiden Kreditkarten nennt FYRST nur in der FAQ, ohne Konditionen
  • Kostenfreies Bargeld an der ganzen Cash Group nur mit der kostenpflichtigen Service Card
  • DATEV-Anbindung in BASE und COMPLETE kostenpflichtig
  • Kontowechselservice nur für natürliche Personen
  • Widersprüchliche Angaben zu den Freimonaten für juristische Personen, zu den Unterkonten und zum DATEV-Preis im Gründerkonto
  • Beleghafte Überweisungen teurer als bei der Konzernschwester Postbank

Was sich belegen lässt – und was nicht

FYRST bezeichnet seine Konten auf mehreren Produktseiten als „Testsieger“ und nennt dazu den Finanz Award, das Handelsblatt, „Finanztipp“ und Börse Euro am Sonntag. Jahr, Kategorie und Vergleichsfeld nennt der Anbieter nicht. Eine Auszeichnung ohne diese drei Angaben lässt sich nicht nachprüfen; als Qualitätsnachweis taugt sie damit nicht.

Belegbar ist etwas anderes: Ein Konto, das an den Schaltern und Automaten der Postbank funktioniert, hat eine Bargeld-Infrastruktur, die kein reines FinTech aufbietet – und mit der gesetzlichen Einlagensicherung eines Kreditinstituts eine Rechtsposition, die ein Zahlungsinstitut wie Qonto nicht bieten kann. Beides steht in den Bedingungswerken, nicht in einer Werbeaussage.

Eine Unstimmigkeit gehört dazu: Für das mitgebuchte Tagesgeldkonto wirbt FYRST auf der Kontenseite mit 3,5 % Zinsen für drei Monate, auf der Preisübersicht mit 3 % – beide Seiten am selben Tag abgerufen. Wer den Aktionszins mitnehmen will, prüft den geltenden Satz im Eröffnungsprozess.

Für wen sich FYRST rechnet

Welches Profil zu welchem Konto passt (Stand: 7. September 2026)
Profil Empfehlung Weiterlesen
Freiberufler mit bis zu 50 Buchungen im Monat FYRST BASE – ohne Grundpreis, das Freikontingent reicht FYRST Base
Betrieb mit regelmäßigem Zahlungsverkehr FYRST COMPLETE – mehr Freiposten und ein Unterkonto ohne Aufpreis FYRST Complete
Viele Buchungen und getrennte Projektkassen FYRST PREMIUM – fünf Unterkonten und DATEV ohne Aufpreis Geschäftskonto mit Buchhaltung
Gründung, die höchstens ein Jahr zurückliegt Gründerkonto – zwölf Monate ohne Grundpreis, mit DATEV und sevDesk Geschäftskonto für GmbH und UG
Kassengeschäft mit täglichen Bareinzahlungen Die Postbank bietet den dichteren Schalterzugang und die Beratung Postbank Geschäftskonto
Bedarf an einer echten Kreditkarte mit Verfügungsrahmen FYRST nennt zwei Postbank-Mastercards, führt sie aber nicht im eigenen Preisverzeichnis Postbank Business Giro
Die Freikontingente stammen aus dem „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ (Stand: 4. Mai 2026). Welches Modell im Einzelfall günstiger ist, hängt an der Zahl der beleglosen Buchungen einschließlich der Zahlungseingänge.

FYRST ist stark, wo digitales Banking auf Bargeld und Bankinfrastruktur treffen soll, und schwach, wo eine Kreditkarte, ein Kontowechselservice für Kapitalgesellschaften oder eine kostenlose Steuerschnittstelle gebraucht wird. Wie sich das gegen die übrigen Anbieter im Markt einordnet, steht in unserer Anbieterübersicht.

Alle Zahlen dieser Seite stammen aus dem „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ (Stand: 4. Mai 2026) und von den Preis- und Leistungsseiten von FYRST, abgerufen am 7. September 2026. Grundpreise, Freikontingente, Postenpreise und Auslandsentgelte sind als Livewerte eingebunden.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Nein. FYRST ist nach eigenem Impressum „ein Angebot der Deutsche Bank AG“ und arbeitet unter deren Banklizenz. Die BIC PBNKDEFF ist dieselbe wie die der Postbank – FYRST nutzt die Infrastruktur der Konzernschwester.

Drei reguläre Modelle: BASE, COMPLETE und PREMIUM. Dazu kommen drei Pakete auf COMPLETE-Basis mit je zwölf Monaten ohne Grundpreis – das Gründerkonto, das Vereinskonto und das eCommerce-Konto.

Das BASE-Konto ist für Gewerbetreibende und Freiberufler ohne Grundpreis. Für alle anderen Rechtsformen nennt das Preis- und Leistungsverzeichnis 6,00 € im Monat, die Produktseite von FYRST dagegen sechs Freimonate und erst danach 6,00 €. Buchungen über dem Freikontingent, die girocard-Karte und die DATEV-Anbindung kosten in jedem Fall extra.

Im BASE-Konto 50 beleglose Buchungen im Monat, im COMPLETE 75. Das PREMIUM hat kein Freikontingent, rechnet dafür jede Buchung mit 0,04 € ab. Gezählt werden Zahlungsein- und -ausgänge gleichermaßen.

Ja, an Schaltern und Automaten der Postbank sowie über den Bargeld-Code an Kassen von Partnerunternehmen. Ein Postenentgelt fällt dafür nicht an; die Einzahlung selbst kostet 3,00 € je angefangene 5.000 € im BASE-Konto und 2,50 € in COMPLETE und PREMIUM, über den Bargeld-Code 1,5 % des Betrags.

Im Preis- und Leistungsverzeichnis stehen nur Debitkarten: die FYRST Card, dazu buchbar die FYRST Card plus und die girocard-fähige FYRST Service Card. In seiner FAQ nennt FYRST darüber hinaus die Postbank Mastercard Business – im ersten Jahr entgeltfrei – und die Postbank Mastercard Business Gold. Deren Konditionen führt FYRST nicht selbst auf.

Über die Autorin
Janine El-Saghir Janine El-Saghir ist die leitende Redakteurin und Content-Strategin bei der qmedia GmbH und prägt maßgeblich die inhaltliche Ausrichtung von onlinevergleich24.de. Ihre Stärke liegt darin, die...