Geschäftskonto-Anbieter 2026: Lizenz, Rechtsform, Kosten | onlinevergleich24.de
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Geschäftskonten-Anbieter

Beim Geschäftskonto entscheidet nicht nur der Preis: Ob ein Anbieter eine Banklizenz hat, welches Institut das Konto tatsächlich führt und welche Rechtsformen er annimmt, steht in keiner Preistabelle – hängt aber an Einlagenschutz, Kontokorrentkredit und Bargeldzugang. Wir ordnen die Anbieter nach Lizenztyp, erklären den Unterschied zwischen gesetzlicher Einlagensicherung und Kundengeldtrennung und zeigen, worauf es beim Kostenvergleich ankommt.
Geschrieben von
Erkan Boga

Unser Vergleich listet die Geschäftskonten aller Anbieter, die wir pflegen – von Filialbanken über Direkt- und Digitalbanken bis zu Zahlungs- und E-Geld-Instituten. Zu acht Anbietern gibt es zusätzlich eine eigene Analyse mit den Konditionen der einzelnen Tarife, verlinkt weiter unten.

Der Preis ist dabei nur eine von drei Ebenen: Welche Lizenz ein Anbieter besitzt und welche Rechtsformen er annimmt, steht in keiner Preistabelle – entscheidet aber häufiger. Zur Einordnung: Für 2025 meldete das Statistische Bundesamt rund 762.400 Gewerbeanmeldungen und rund 130.100 Neugründungen von Betrieben mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung (Stand: März 2026).

Fünf Arten von Anbietern – und warum der Unterschied zählt

Alle Anbieter liefern IBAN, Karte und Online-Zugang. Was dahintersteht, unterscheidet sich grundlegend: Nur ein Teil ist eine Bank.

Filialbanken und Direktbanken

Commerzbank und Deutsche Bank sind Kreditinstitute mit deutscher Banklizenz: Bargeld am Schalter und im Automatennetz, Kontokorrentkredit, auch Kapitalgesellschaften und Gesellschaften in Gründung. Die Postbank ist dagegen kein eigenes Institut mehr, sondern eine Niederlassung der Deutsche Bank AG – wie auch die Digitalmarke FYRST. Guthaben auf Konten von Deutsche Bank, Postbank und FYRST zählen für die 100.000 € deshalb als ein Institut zusammen, nicht dreimal. Förderkredite der KfW laufen bis heute ausschließlich über solche Hausbanken. Ein dauerhaft kostenloses Konto bietet keine dieser Banken, und die Eröffnung setzt eine positive Bonitätsprüfung voraus.

Die ING arbeitet als Direktbank ohne Filialen und mit einem Einsteigermodell ohne Grundpreis – ihr Profil ist aber nicht dasselbe: Einen Kontokorrentkredit oder eine geduldete Überziehung gibt es zum Geschäftskonto nicht, Finanzierung läuft nur über einen separat zu beantragenden Firmenkredit. Auch bei den Rechtsformen ist sie enger als die Filialbanken: GbR, GmbH & Co. KG, Partnerschaftsgesellschaft, AG, Verein und Genossenschaft nimmt sie nicht an, ebenso wenig eine GmbH oder UG in Gründung.

Digitalbanken mit Banklizenz

N26 ist eine Bank mit deutscher Lizenz, bunq eine niederländische Bank. Beim N26-Geschäftskonto entscheidet allerdings die Rechtsform: Es steht ausschließlich Freiberuflern und Solo-Selbstständigen offen, GbR, GmbH und UG sind ausgeschlossen. FYRST wird oft zu den Digitalbanken gezählt, ist aber – wie die Postbank – eine Marke der Deutsche Bank AG und läuft unter deren Lizenz. Ein Punkt, der beim Einlagenschutz zählt.

Zahlungs- und E-Geld-Institute – und Anbieter ohne eigene Lizenz

Qonto, Finom, Holvi und Vivid sind keine Banken. Qonto ist laut eigenem Rechtshinweis ein von der französischen ACPR zugelassenes Zahlungsinstitut, Holvi ein Zahlungsinstitut unter Aufsicht der finnischen FIN-FSA, Vivid ein E-Geld-Institut der luxemburgischen CSSF, Finom ein E-Geld-Institut aus den Niederlanden. Kontist hat gar keine eigene Lizenz: Die Konten führt die Solaris SE, eine von BaFin und EZB regulierte deutsche Bank.

Anbietertypen im Geschäftskonto-Vergleich: Lizenz, Leistungen und Schutz der Guthaben
Anbietertyp Lizenz und Aufsicht Bargeld Kredit Schutz der Guthaben Beispiele
Filialbank Banklizenz, BaFin und EZB Schalter und Automat Kontokorrent, KfW-Zugang gesetzliche Einlagensicherung, meist plus Sicherungsfonds Commerzbank, Deutsche Bank (Postbank: Niederlassung der Deutsche Bank AG)
Direktbank Banklizenz, BaFin und EZB nur Automat kein Kontokorrentkredit, nur separater Firmenkredit gesetzliche Einlagensicherung ING
Digitalbank Banklizenz in Deutschland oder im EU-Ausland eingeschränkt je nach Anbieter Einlagensicherung des Sitzlandes N26, bunq, FYRST (Marke der Deutsche Bank AG)
Zahlungs- oder E-Geld-Institut Zahlungs- oder E-Geld-Lizenz, Aufsicht im Sitzland selten bis gar nicht in der Regel keiner Kundengeldtrennung statt Einlagensicherung Qonto, Finom, Holvi, Vivid
Ohne eigene Lizenz Partnerbank führt das Konto wie Partnerbank wie Partnerbank Einlagensicherung der Partnerbank Kontist (Solaris SE)
Quelle: Rechtshinweise und Impressumsangaben der Anbieter, Stand: August 2026. Maßgeblich ist das Institut, das Ihr Konto führt – nicht die Marke auf der Karte.

Lizenz und Einlagenschutz: der Unterschied, den kein Preisvergleich zeigt

Gesetzliche Einlagensicherung: 100.000 € je Kunde und Institut

Bei einem Kreditinstitut ist Ihr Guthaben nach § 8 EinSiG bis 100.000 € je Einleger und Institut entschädigungsfähig, in Sonderfällen befristet bis 500.000 €. Derselbe Betrag gilt EU-weit, weil Artikel 6 der Einlagensicherungsrichtlinie ihn allen Mitgliedstaaten vorschreibt. Entscheidend ist das Wort Kreditinstitut: Für Zahlungs- und E-Geld-Institute gilt die Regel nicht.

Freiwilliger Sicherungsfonds: für Firmenguthaben oft entscheidend

Die privaten Banken sichern über den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken zusätzlich ab – nach Angaben des Fonds derzeit bis zu 3 Mio. € je Institut für Privatpersonen und bis zu 30 Mio. € für geschützte Unternehmen (Stand: August 2026). Die Grenzen werden schrittweise abgesenkt, die nächste Stufe ist für Anfang 2030 vorgesehen. Wer regelmäßig sechsstellige Beträge hält, für den zählt die Fondsmitgliedschaft mehr als jede Grundgebühr.

Kundengeldtrennung statt Einlagensicherung

Diese Anbieter dürfen Ihr Geld nicht verleihen; sie müssen es getrennt vom eigenen Vermögen verwahren, meist bei Partnerbanken. Holvi schreibt in den eigenen Rechtstexten, das Konto sei ein Zahlungskonto und die Guthaben würden als getrennte Kundengelder geführt; Vivid beschreibt dieselbe Mechanik auch oberhalb von 100.000 €. Qonto verteilt die Gelder auf mehrere französische Partnerbanken und sichert den übrigen Teil laut eigenen Angaben über zwei Bankgarantien ab. Statt eines gesetzlichen Entschädigungsanspruchs haben Sie also einen Anspruch auf getrennt verwahrtes Geld – wie schnell Sie darüber verfügen, hängt vom Insolvenzverfahren ab.

„Einlagensicherung“ heißt nicht überall dasselbe

In Anbietertabellen steht bei fast jedem Konto ein Wert von 100.000 € unter „Einlagensicherung“ – auch bei Anbietern, die keine Bank sind. Prüfen Sie zwei Dinge selbst: Welches Institut führt das Konto, und ist es ein Kreditinstitut? Nur dann gilt der gesetzliche Anspruch.

Lizenz in zwei Minuten selbst prüfen

Die BaFin führt eine öffentliche Unternehmensdatenbank aller zugelassenen Institute. Anbietername eingeben, Kategorie ablesen – Lizenzfrage beantwortet, ohne Umweg über Werbetexte.

Welcher Anbieter passt zu welcher Rechtsform?

Freiberufler und Einzelunternehmer

Größte Auswahl, günstigste Preise: Fast jeder Anbieter nimmt sie an, mehrere führen ein Einsteigermodell dauerhaft ohne Grundpreis. Pflicht ist ein Geschäftskonto hier nicht – die meisten Banken untersagen aber die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos.

GbR und Personengesellschaften

Hier kann der Preis kippen. FYRST führt sein Einsteigerkonto für natürliche Personen, also Einzelunternehmer, dauerhaft ohne monatlichen Grundpreis, für juristische Personen nur die ersten sechs Monate. Eine GbR ist keine juristische Person, fällt aber auch nicht unter „Einzelunternehmer“ – klären Sie das vorab beim Anbieter.

GmbH und UG: Gründungskonto und Stammkapital

Das Stammkapital einer GmbH beträgt nach § 5 GmbHG mindestens 25.000 €. Angemeldet werden darf sie erst, wenn auf jeden Geschäftsanteil ein Viertel eingezahlt ist und insgesamt die Hälfte des Mindeststammkapitals – also 12.500 € – auf dem Konto liegt (§ 7 Abs. 2 GmbHG). Dafür brauchen Sie ein Gründungskonto. Bei der UG darf die Anmeldung nach § 5a GmbHG erst erfolgen, wenn das Stammkapital vollständig eingezahlt ist. Das Privatkonto des Geschäftsführers ist keine Alternative: Die GmbH ist eine eigene juristische Person, und das Stammkapital muss der Geschäftsführung zur freien Verfügung stehen – also auf einem Konto der Gesellschaft liegen, nicht auf einem privaten. Dazu kommen die Buchführungspflicht und die Haftungsrisiken vermischter Konten.

Kein Anbieter muss Sie annehmen

Den Anspruch auf ein Basiskonto räumt § 31 ZKG ausdrücklich nur Verbrauchern ein. Unternehmen können abgelehnt werden – wegen der Branche, wegen Gesellschaftern im Ausland oder nach negativer Bonitätsprüfung. Welche Anbieter ohne Schufa-Abfrage arbeiten, zeigt unsere Seite zum Geschäftskonto ohne Schufa.

Kosten richtig vergleichen: netto, brutto, Freikontingente

Warum FinTech-Preise Umsatzsteuer enthalten und Bankgebühren nicht

Nach § 4 Nr. 8 Buchst. d UStG sind Umsätze im Kontokorrent-, Zahlungs- und Überweisungsverkehr umsatzsteuerfrei. Die Befreiung hängt an der Leistung, nicht an der Lizenz: Reine Kontoführung ist auch bei einem Zahlungsinstitut steuerfrei, deshalb enthalten Bankgebühren keine Umsatzsteuer. Bei den digitalen Anbietern ist die Grundgebühr aber überwiegend ein Software-Abo – Buchhaltung, Rechnungstool, Team-Zugänge –, und darauf fällt Umsatzsteuer an. In der Tabelle oben erkennen Sie das an Netto- und Bruttopreis, den nicht jeder Anbieter ausweist. Wer die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG nutzt, hat keinen Vorsteuerabzug: Für ihn zählt der Bruttopreis. Maßgeblich sind seit dem 1. Januar 2025 höchstens 25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € im laufenden Jahr; beim Umrechnen hilft unser Mehrwertsteuer-Rechner.

Die fünf Posten, die den Preis wirklich bestimmen

  • Grundgebühr – der beworbene Preis, aber selten der größte Posten
  • Freikontingent – enthaltene beleglose Buchungen pro Monat
  • Preis je Buchung darüber hinaus – bei hohem Belegaufkommen der Haupttreiber
  • Bargeld – Ein- und Auszahlungen, oft prozentual mit Mindestgebühr
  • Karten – wie viele enthalten sind und was jede weitere kostet

Rechnen Sie mit Ihrem eigenen Mengengerüst: Ein Solo-Freelancer fährt mit einem kostenlosen Einsteigerkonto am besten, ein Handwerksbetrieb mit täglichen Bareinnahmen zahlt bei einem reinen Online-Anbieter drauf, eine GmbH mit fünf Kartennutzern vor allem für Zugänge und Karten.

Startpreis ist nicht Dauerpreis

Viele beworbene Preise sind Aktionspreise, die nach sechs oder zwölf Monaten auf den regulären Satz springen; der niedrigste Preis gilt oft nur im Jahresabo. Rechnen Sie mit dem zweiten Jahr.

Leistungen, in denen sich die Anbieter unterscheiden

  • Bargeld ist der härteste Ausschlusspunkt: Wer täglich einzahlt, braucht Filial- oder Automatenzugang.
  • Kredit: Kontokorrentkredit und KfW-Förderkredite gibt es nur bei Banken – und auch dort nicht überall: Die ING bietet zum Geschäftskonto keinen Kontokorrentkredit, sondern nur einen separaten Firmenkredit.
  • Buchhaltung: DATEV-Schnittstelle, Rechnungstool und Steuerrücklage sind die Stärke der digitalen Anbieter – mehr dazu im Beitrag zum Zusammenspiel von Geschäftskonto und Buchhaltung.
  • Unterkonten mit eigener IBAN sind digital meist inklusive, bei Filialbanken kostenpflichtig.
  • Echtzeitüberweisung: Nach der Verordnung (EU) 2024/886 müssen Banken im Euroraum seit dem 9. Januar 2025 empfangen und seit dem 9. Oktober 2025 senden können; für Zahlungs- und E-Geld-Institute gilt das erst ab dem 9. April 2027. Die Empfängerprüfung (IBAN-Name-Abgleich) ist seit dem 9. Oktober 2025 für alle Zahlungsdienstleister im Euroraum Pflicht.
Vorteile eines Zahlungs- oder E-Geld-Instituts
  • Kontoeröffnung digital und in wenigen Tagen
  • Buchhaltung und Rechnungsstellung häufig enthalten
  • Unterkonten mit eigener IBAN und Team-Zugänge ohne Aufpreis
  • Für Solo-Selbstständige oft ein dauerhaft kostenloses Einsteigermodell

Nachteile gegenüber einer Bank
  • Keine gesetzliche Einlagensicherung, sondern getrennt verwahrte Kundengelder
  • Bargeld einzahlen selten, teuer oder gar nicht möglich
  • Kein Kontokorrentkredit, kein Zugang zu KfW-Förderkrediten
  • Echtzeitüberweisungen erst ab April 2027 verpflichtend
  • Grundgebühr meist als Nettopreis beworben – ohne Vorsteuerabzug zahlen Sie brutto

Die acht Anbieter mit eigener Analyse

Zu diesen acht Anbietern führen wir eigene Seiten mit den Konditionen der einzelnen Tarife – ein Kurzprofil steht hier, die vollständige Übersicht inklusive Tarifseiten darunter. N26 gehört dazu, steht derzeit aber nicht im Vergleich oben.

  • Commerzbank – Filialbank vom Gründerkonto bis zum Premium-Tarif; stark bei Bargeld und Kredit.
  • Postbank – dichtes Standortnetz, drei Business-Giro-Varianten; passend bei Bargeldgeschäft. Rechtlich eine Niederlassung der Deutsche Bank AG.
  • FYRST – Digitalmarke der Deutsche Bank AG; Preis abhängig von der Rechtsform.
  • N26 – Bank mit deutscher Lizenz und vier Business-Tarifen, aber nur für Freiberufler und Solo-Selbstständige: GbR, GmbH und UG sind ausgeschlossen. Nichts für bargeldintensive Betriebe.
  • Qonto – Zahlungsinstitut mit der breitesten Tarifstaffel: kostenloses Einsteigermodell bis Team-Tarife mit Budgets und Freigaben.
  • Finom – E-Geld-Institut mit Fokus auf Rechnungsstellung; für Selbstständige mit viel Rechnungsverkehr.
  • Holvi – Zahlungsinstitut mit integrierter Buchhaltung, für Selbstständige ohne Bargeldbedarf.
  • Kontist – automatische Steuerrücklage, Konto geführt von der Solaris SE; für Kapitalgesellschaften nur eingeschränkt geeignet.

Was Nutzer berichten

Wie gut sich ein Konto im Alltag anfühlt, entscheidet sich in der App. Unsere Auswahlregel: Hat ein Anbieter eine eigene Geschäftskunden-App, bewerten wir diese – sonst die Hauptapp, die auch Privatkunden nutzen. Das macht die Noten nur eingeschränkt vergleichbar, deshalb steht die bewertete App in der Tabelle.

Bewertungen der Anbieter-Apps im Apple App Store Deutschland, Stand: August 2026
Anbieter Bewertete App Note Bewertungen
N26 N26 (Hauptapp) 4,8 183.654
Deutsche Bank Deutsche Bank (Hauptapp) 4,7 407.944
Qonto Qonto: Business Banking online 4,7 9.889
FYRST FYRST 4,7 4.990
Finom Finom • Geschäftskonto 4,7 4.324
Kontist Kontist by Shine 4,7 3.574
Holvi Holvi – dein Geschäftskonto 4,6 4.076
Postbank Postbank (Hauptapp) 4,6 193.700
Vivid Vivid Business und Personal 4,5 17.827
bunq bunq (Hauptapp) 4,5 14.413
ING ING Business Deutschland 4,2 305
Tide Tide: Online-Geschäftskonto 4,1 66
Commerzbank Commerzbank Corporate Banking 4,0 1.580
Erhoben am 4. August 2026. Die Noten sind nur eingeschränkt vergleichbar: Bei der Commerzbank geht die Firmenkunden-App ein, ihre Hauptapp kommt auf 4,7 bei rund 480.000 Bewertungen. N26, Deutsche Bank, Postbank und bunq haben keine eigene Geschäftskunden-App und werden überwiegend von Privatkunden bewertet. Bei Tide und ING ist die Zahl der Bewertungen zu klein für belastbare Aussagen.

Die Noten sagen wenig darüber, woran es im Alltag hakt: Bewertet wird die App – nicht der Support, nicht die Kontoeröffnung und nicht das Verhalten im Störfall. Für diese Tabelle haben wir ausschließlich die Bewertungen ausgewertet, keine Rezensionstexte. Unabhängig vom Anbieter gilt: Ein Geschäftskonto kann vorübergehend gesperrt werden, wenn eine Transaktion die Geldwäscheprüfung auslöst. Wer betrieblich zahlungsfähig bleiben muss, führt deshalb besser ein zweites Konto bei einem anderen Institut.

Anbieter wechseln: was beim Geschäftskonto anders läuft

Die Kontenwechselhilfe nach § 20 ZKG verpflichtet Institute, Daueraufträge und Lastschriften zu übertragen – aber ausdrücklich nur gegenüber Verbrauchern. Für Geschäftskonten gilt sie nicht: Zahlungsempfänger, Lastschriftmandate, Kassensysteme und Finanzamt stellen Sie selbst um, am besten mit einer Parallelphase. Wie die Neueröffnung abläuft, zeigt unser Leitfaden zum Geschäftskonto eröffnen.

So vergleichen wir Geschäftskonto-Anbieter

Die Konditionen pflegen wir je Kontomodell aus Preisverzeichnissen und Rechtstexten der Anbieter, nicht aus Werbeseiten; Lizenz und kontoführendes Institut prüfen wir gegen Impressum und BaFin-Datenbank. Wo Angaben unklar sind, schreiben wir das hin – siehe unsere redaktionellen Richtlinien.

Häufige Fragen zu Geschäftskonto-Anbietern

Welcher Anbieter hat das günstigste Geschäftskonto?

Das hängt vom Nutzungsprofil ab: Mehrere digitale Anbieter führen ein Einsteigerkonto dauerhaft ohne Grundpreis, berechnen aber Buchungen, Bargeld und Zusatzkarten. Eine Übersicht bietet unser Vergleich kostenloser Geschäftskonten.

Brauche ich als Freiberufler ein Geschäftskonto?

Vorgeschrieben ist es nicht. Die meisten Banken untersagen aber die geschäftliche Nutzung eines Privatkontos, und die Trennung spart bei Buchhaltung und Betriebsprüfung viel Aufwand.

Ist mein Geld bei Qonto, Finom oder Holvi so sicher wie bei einer Bank?

Es ist anders gesichert. Diese Anbieter sind Zahlungs- oder E-Geld-Institute; die gesetzliche Einlagensicherung greift nur bei Kreditinstituten. Für hohe Guthaben ist eine Bank mit Sicherungsfonds die konservativere Wahl.

Welche Anbieter akzeptieren eine GmbH in Gründung?

Bei Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank ja. Unter den digitalen Anbietern hängt es vom Anbieter und teils vom Tarif ab: Kontist, bunq und die ING nehmen eine GmbH in Gründung nicht an, N26 führt Geschäftskonten ohnehin nur für Freiberufler und Solo-Selbstständige. Prüfen Sie die Eignung als Gründungskonto vor allen Preisfragen – Details im Ratgeber für GmbH und UG.

Bei welchen Anbietern kann ich Bargeld einzahlen?

Zuverlässig bei Filialbanken über Schalter und Automatennetz. Bei Digitalbanken läuft es über Partnernetze und ist begrenzt, bei reinen Online-Anbietern oft gar nicht vorgesehen.

Kann mir ein Anbieter ein Geschäftskonto verweigern?

Ja. Den Anspruch auf ein Basiskonto haben nach dem Zahlungskontengesetz nur Verbraucher; Unternehmen können ohne Begründung abgelehnt werden.

Fazit: drei Fragen entscheiden über den passenden Anbieter

Erstens: Brauchen Sie Bargeld und Kredit? Dann bleibt nur eine Bank. Zweitens: Welche Rechtsform hat Ihr Unternehmen? Sie entscheidet, wer Sie annimmt. Erst drittens kommen die Kosten – netto oder brutto je nach Vorsteuerabzug, gerechnet auf das zweite Jahr. Den Marktüberblick mit allen Filtern bietet unser Geschäftskonto-Vergleich, weiterführende Themen der Geschäftskonto-Ratgeber.

Über den Autor
Erkan Boga Erkan Boga ist Gründer der qmedia GmbH und Herausgeber des Portals onlinevergleich24.de. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit der Entwicklung von digitalen Plattformen,...